Ja, is et denn Am Rhein ist es windig und frisch

Dünnes Eis in dieser Stadt, ich weiß, aber dieses Zitat lässt selbst eingefleischten KFZ-Fans das Benzin in den Adern gefrieren oder sie doch wenigstens kurz vom nervösen Drehzahlmesser aufblicken:

 Redakteur Sven-André Dreyer.

Redakteur Sven-André Dreyer.

Foto: Düsseldorfer Anzeiger/Nicole Gehring

„Am Rhein ist es zu windig und frisch zum Flanieren.“ Richtig gelesen. Diese Feststellung wird dem Architekten Friedrich Tamms zugeschrieben, der von 1948 bis 1954 Leiter des Stadtplanungsamtes und ab 1960 Dezernent für das Bauwesen der Stadt war.

Er propagierte die autogerechte Stadt, setzte durch, dass die Berliner Allee mit der Fortsetzung Tausendfüßler als Nord-Süd-Achse durch die kriegszerstörte Stadt gebaut wurde, entwarf die Brückenfamilie und – siehe Zitat – trieb den Ausbau des Rheinufers als vierspurige Straße voran. Später rollten täglich 55.000 Autos darüber.

Wenn Sie also am Wochenende rein zufällig vorhaben sollten, am Mannesmannufer zu Flanieren, denken Sie unbedingt an regendichte Kleidung, an Mütze, Schal, Regenschirm und Gummistiefel. Und vielleicht auch an Herrn Tamms.

s.dreyer@duesseldorfer-anzeiger.de

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