Heuss-Brücke - Sperre für über 3,5 Tonnen - ÖPNV betroffen Massive Überlastung

Um, wie es heißt, „Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Bausubstanz zu schützen“, begrenzt die Stadt die Nutzung der sanierungsbedürftigen Theodor-Heuss-Brücke ab Sonntag, 1. Februar, für Fahrzeuge, die schwerer sind als 3,5 Tonnen. Davon betroffen ist auch der ÖPNV. Im Sommer 2026 sollen dann Arbeiten zur Sicherung beginnen, „damit die Brücke bis zum Neubau verlässlich genutzt werden kann.“ Der könnte zumindest teilweise frühestens Mitte der 2030er stehen.

Ab 1. Februar wird die Theodor-Heuss-Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt.

Foto: Stadt Düsseldorf/Archiv

Der Stadtrat hatte im Juli 2025 beschlossen, die Theodor-Heuss-Brücke durch einen Neubau zu ersetzen. Am 11. Februar wird sich der Stadtrat abschließend mit der Neubau-Vorlage befassen. Laut Stadt führt das „klare Ergebnis einer Machbarkeitsstudie“ zu einem ähnlichen Querschnitt wie bei der bestehenden Brücke: Zwei Fahrspuren pro Richtung und begleitende Rad- und Fußwege nach heutigem Standard - und keinen auch angedachten Straßenbahnverkehr! Früheste Fertigstellung - Mitte der 2030er.

Die Brücke, Baujahr 1957, sei bereits im November 2019 für Fahrzeuge über 30 Tonnen „abgelastet“ worden, um die Bausubstanz zu schützen. Hintergrund: ach Expertenangaben beanspruchen das stetig wachsende Schwerlastverkehrsaufkommen sowie die generell gestiegenen zugelassenen Gesamtgewichte der Fahrzeuge, die Brücken erheblich stärker.

Parallel wurden an der Heuss-Querung fortlaufend Schäden behoben, darunter etwa Betonabplatzungen an der Unterseite der Stahlbetonrippenplatten oder die Verstärkung der Zugbänder im rechtsrheinischen Rampenbereich. Bei der Riss-Sanierung im Querträger hätten demnach 500 Risse instandgesetzt werden müssen – doppelt so viele wie ursprünglich in der Planung vorgesehen waren.

Die ersten Daten des „Gewichtmess-Systems WIM-Systems zeigten zudem, dass die bisherige Ablastung von 30 Tonnen überschritten werde. Teilweise befahren demnach sogar Laster die Brücke, die mehr als 44 Tonnen wiegen und damit selbst für reguläre Straßen nicht zugelassen wären. Diese massiven Überlastungen beschleunigten den Substanzverlust erheblich. Denn schon ein einzelner 40-Tonner belastet das Bauwerk in gleichem Maße wie 60.000 Pkw.

Um die weitere Degeneration der Brücke zu verlangsamen und das Risiko einer vollständigen Sperrung auf ein Minimum zu reduzieren, sei es unausweichlich, dass Fahrzeuge mit einem Gewicht von über 3,5 Tonnen künftig die Brücke nicht mehr befahren dürfen. Die Stadt prüft zudem, wie Verstöße gegen die Gewichtsbeschränkung wirksam geahndet werden können.

Die Sanierungskosten betragen rund 37 Millionen Euro. Die Sanierung soll Anfang 2029 abgeschlossen sein. Die Brücke wird auch während der Bauarbeiten jeweils einspurig befahrbar bleiben, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt.

Ab 1. Februar wird die Theodor-Heuss-Brücke
Massive Überlastung
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