Alina Simon über ihre erste große Musical-Rolle „So viel Liebe drin“

Seit November ist die 23-jährige Düsseldorferin Alina Simon im Musical „Mrs. Doubtfire“ als Lydia, der ältesten von insgesamt drei Kindern der Familie Hillard, im Capitol Theater zu sehen. Im Interview mit dem Düsseldorfer Anzeiger erzählt sie, was ein Friseurbesuch mit ihrer Rolle verbindet, warum sich für sie ein Kreis schließt und was „Shrek“ damit zu tun hat.

Die Düsseldorfer Musical-Darstellerin Alina Simon (2. v. l.) als Lydia im Capitol-Musical „Mrs Doubtfire“.

Foto: Joshua A Hoffmann

Alina, wie hast du erfahren, dass du die Rolle der Lydia im Musical bekommst?

Das war ziemlich witzig. Ich war in Düsseldorf auf dem Weg zu meiner Friseurin auf der Immermannstraße und kam noch an einem Plakat von ‚Mrs. Doubtfire‘ vorbei. Ich habe das Handy gezückt und ein Foto davon gemacht. Kurz darauf klingelte mein Mobiltelefon und ich bekam die Zusage. Vor Freude hatte ich Tränen in den Augen.

Kanntest Du eigentlich den gleichnamigen Film mit Robin Williams vor Deinem Engagement?

Ja, den kannte ich. Da mein Vater und ich denselben Humor haben, haben wir ihn oft gemeinsam gesehen.

Was berührt dich an dieser Geschichte?

Es gibt bei diesem Film nicht das typische Happy-End, mit dem jeder rechnet. Hier kommt die Familie nicht wieder zusammen, sondern es zeigt eine Form des Patchwork-Zusammenlebens auf. Aber dennoch ist so viel Liebe drin und die Geschichte ist somit aktueller denn je, denn inzwischen gibt es so viele verschiedene Formen, wie man als Familie zusammenleben kann.

Gibt es für dich eine Lieblingsszene im Musical?

Ja, definitiv. Im zweiten Teil der Show, als ich mit meinem Vater Daniel den Song „Just Pretend“ (auf Deutsch: Einfach so tun, als ob) singe. In dieser Szene kann ich als Lydia einfach Kind sein. Vorstellung für Vorstellung kämpfe ich hier mit den Tränen.

Du bist mit „Mrs. Doubtfire“ nach Düsseldorf und auch ins Capitol Theater zurück gekehrt...!?

Für mich schließt sich ein Kreis, denn früher habe ich hier „Shrek“ und die Tour von „Chicago“ gesehen. Für „Shrek“ habe ich damals sogar für die Rolle der „jungen Fiona“ vorgesungen, seinerzeit hat es aber noch nicht gereicht. Und dass ich nun in Düsseldorf meine erste große Rolle spiele, ist schon etwas ganz Besonderes für mich.

Wie bist du überhaupt zum Musical gekommen?

Meine Eltern sind beides Balletttänzer und zu der Zeit, als meine Mutter mit mir schwanger war, haben beide bei „West Side Story“ mitgespielt. Es war ihr einziges Musical. Ich habe erst mit klassischem Tanz begonnen. Aber nach einem Besuch in Südkorea mit 17 Jahren, wollte ich Musicaldarstellerin werden, weil ich dort „Phantom der Oper“, „Cats“ und „Mamma Mia“ gesehen habe und total begeistert war.

Und in welchem würdest du gerne mal mitspielen?

Natürlich in „West Side Story“, zum anderen auch gerne in „Les Miserables“.

Dabei gewesen bist Du in den vergangenen drei Jahren auch immer wieder beim Chormusikstück „Bethlehem“...

Ja, für mich ein Herzensprojekt. Produzent Dieter Falk kenne ich selbst sehr gut und ich hoffe natürlich darauf, dass ich auch in diesem Jahr dabei sein kann.

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