Das Projekt soll Klimaanpassung mit Bildung verbinden: Der dichte Miniwald kann künftig als Unterrichtsort im Freien – als Grünes Klassenzimmer – genutzt werden. Gleichzeitig sorgt der kleine Wald für mehr Kühlung, mehr Wasserrückhalt und mehr Biodiversität auf dem Schulgelände. „Für die Schülerinnen und Schüler ist das ein Lernprojekt mit echter Wirkung“, sagt Umweltdezernent Jochen Kral. „Sie gestalten aktiv mit, wie mehr Grün auf Schulgeländen zur Klimaanpassung in der Stadt beitragen kann.“
Dem Pflanztag gingen intensive Vorbereitungen voraus. Die beteiligten Klassen führten Bodenanalysen durch und bestimmten im Grafenberger Wald die heimische Flora. Die Ergebnisse flossen in die Planung und das Pflanzschema ein. Der Miniwald wird zum Reallabor, in dem Beobachtung, Dokumentation und Forschung langfristig möglich sind.
Schulleiterin Sünke Rieken betont: „Unsere Schule versteht sich als Lernort der Zukunft. Der Miniwald ist ein lebendiges Klassenzimmer, das unseren Schülerinnen und Schülern die Verbindung zur Natur stärkt und praxisnahes Lernen ermöglicht.“
Nadine Munkler, die an der Freiherr-vom-Stein-Realschule den Schulacker betreut, ergänzt: „Die Begeisterung hier zeigt, wie viel Potenzial im handlungsorientierten Lernen steckt.“
Von der Stadt wird die Arbeit eng begleitet. Umweltsamtleiter Stefan Ferber sagt: „Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Schulen Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur lehren, sondern auch leben können. Und gleichzeitig liefert das Projekt einen Beitrag zur immer wichtiger werdenden Klimaanpassung.“
Hintergrund:
Unter den 360 Pflanzen für den 100 Quadratmeter großen Miniwald sind groß wachsende Bäume wie Spitzahorn, Traubeneiche und Esche, kleinere wie Feldahorn und Hainbuche, Sträucher und Kletterpflanzen wie Liguster, Heckenkirsche und Efeu sowie Stauden und Kräuter wie Waldveilchen, Waldmeister und Bärlauch. Im Durchschnitt wurden drei bis vier Pflanzen pro Quadratmeter gesetzt. Sie waren bei der Pflanzung bis zu 50 Zentimeter hoch.