Nach der offiziellen Urkundenübergabe im Rathaus waren die neuen Aspiranten startklar für ihr Ehrenamt. „Fahrzeugbegleiter – gemeinsam stark“ heißt die langjährige Kooperation von Stadt, Rheinbahn, den beiden weiterführenden Schulen, des Kriminalpräventiven Rates und der Polizei, die dem Projekt zugrunde liegt. Hintergrund ist, dass die Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen auch vor dem Schulweg nicht Halt macht. Ziel ist, den Schulweg damit im doppelten Sinne sicherer zu machen: Gewalt soll ebenso wie Unfälle verhindert werden.
„Die Jugendlichen lernen bei dem Projekt als Fahrzeugbegleiter, Konflikte früh zu erkennen und deeskalierend zu handeln – getreu dem Motto, das übrigens für die gesamte Gesellschaft gilt: Eingreifen statt Zuschauen!“, betonte Umweltdezernent Jochen Kral. „Dieses Wissen stärkt nicht nur die Sicherheit in Bussen und Bahnen, sondern auch das Selbstbewusstsein der Fahrzeugbegleiter.“
Michael Strotmann von der Rheinbahn unterstrich: „Die Sicherheit unserer Fahrgäste, insbesondere der Schülerinnen und Schüler, hat für uns oberste Priorität. Deshalb unterstützen wir das Projekt mit voller Überzeugung.“ Die Jugendlichen würden Verantwortung übernehmen, Zivilcourage zeigen und zu einem respektvollen Miteinander auf dem Schulweg beitragen. „Dieses Engagement verdient großen Respekt – und macht sie zu echten Vorbildern.“
Dafür haben die Schüler der Jahrgangsstufen 8 gelernt, wie man Kommunikationstechniken der Gewaltvorbeugung und Gewaltabschwächung in Konfliktsituationen einsetzt. Mit Hilfe von Deeskalationstrainern wurde Bezug auf besondere und kritische Situationen in Bussen und Bahnen genommen, sodass die Teilnehmenden selbst im Umgang mit Gewalt sicherer und konfliktfähiger geworden sind. Zusätzlich wurde ihnen vermittelt, wie man mit Hilfe von elementaren Verhaltensregeln – beispielsweise an Haltestellen und auf den Überwegen zu den Schulgebäuden – Unfallursachen vorbeugen kann.