„Einerseits freuen wir uns über diesen gewaltigen Zuspruch, den wir bekommen. Er ist auch Ausdruck der Qualität unserer Beratung, die sich offenbar herumgesprochen hat“, so der 1. Vorsitzende Hans-Jochem Witzke. „Andererseits zeigen die Zahlen natürlich auch, dass der angespannte Wohnungsmarkt immer mehr Konfliktpotenzial beinhaltet.“
Geschäftsführer Claus Nesemann ergänzt: „Beleg für die großen Probleme auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt seien etwa fehlender bezahlbarer Wohnraum, die stark überhöhten Angebotsmieten, drastische Mieterhöhungen im Bestand, die Zweckentfremdung von Wohnraum durch Leerstand und Kurzzeitvermietung sowie die Entmietungsstrategien von rein renditeorientierten Investoren.“ Um rechtswidrige Angebotsmieten, überteuerte Neuvermietungsmieten und fehlerhafte Mieterhöhungen besser identifizieren zu können, biete der Mieterverein auf seiner Website drei kostenlose Online Tools an. Mit Hilfe der freizugänglichen Tools könnten Miethöhe, Verstöße in Sachen Mietpreisbremse, Mietpreisüberhöhung und Mietwucher überprüft werden.
„Das Tool ‚Mietwucher melden!‘ ist mit einer Meldefunktion ausgestattet, die es dem Nutzer ermöglicht, einen Verdachtsfall direkt bei der Wohnungsaufsicht der Stadt zur Anzeige zu bringen“, erläutert Witzke. Auch Netto- und Indexmieterhöhungen können mit Hilfe eines Tools überprüft werden.
Eine der Schwerpunkttätigkeiten des Vereins war im Jahr 2025 die Überprüfung von Nebenkostenabrechnungen, die zum Jahresende gehäuft bei den Mieterinnen und Mietern ankommen und häufig fehlerbehaftet sind. „Mehr als jede zweite von uns geprüfte ist falsch, überraschenderweise sehr viel häufiger zum Nachteil der Mieterinnen und Mieter“, sagt Nesemann. Um dem steigenden Beratungsbedarf auch weiterhin gerecht zu werden, wird der Mieterverein Düsseldorf im laufenden Jahr die Rechtsabteilung und auch die Verwaltung noch weiter personell verstärken.