Bedrohte Amphibien wieder auf Wanderschaft - Eimer als „Lebensretter“ eingesetzt Besorgniserregender Rückgang

Die Amphibienwanderung hat begonnen. Um die bedrohten Tiere zu schützen, stellt die Stadt entlang der wichtigsten Wanderrouten Hinweisschilder und Schutzzäune für Kröten, Frösche und Molche auf, damit diese bei ihrem Weg aus dem Winterquartier zu den Laichgewässern bei der Straßenüberquerung nicht überfahren werden. Bei der Population der Tiere werden laut Stadt besorgniserregende Rückgänge beobachtet.

Erdkröte auf Wanderung - „Zeitverzögerte Auswirkungen auf den Bestand“.

Foto: pixabay

Die Stadt übernimmt diese Aufgabe für den Artenschutz seit mehr als 30 Jahren. Dass sie auch weiterhin notwendig ist, zeige die Zahl der überfahrenen Tiere im langjährigen Trend. Zwar beeinflussten auch andere Faktoren den allgemeinen Rückgang der Amphibienbestände, trotzdem hätten Verkehrsopfer Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesamtpopulation.

Der Rückgang der Amphibien ist deutschlandweit feststellbar. Gründe hierfür sind vor allem die Zerstörung der Lebensräume, Umweltverschmutzung, der Klimawandel und die damit verbundene Trockenheit sowie Krankheiten und Parasiten. Die Erdkröte als häufigste Art in Düsseldorf benötigt etwa drei bis fünf Jahre bis zur Geschlechtsreife. Das bedeutet, dass sich negative Bestandsentwicklungen oft erst zeitverzögert auswirken. Auch in Düsseldorf wurden laut Stadt in den vergangenen fünf Jahren teils besorgniserregende Rückgänge – sowohl von Erdkröten, Grasfröschen sowie Berg- und Teichmolchen – beobachtet.

Entlang der kniehohen Zäune, die etwa Am Bauenhaus/ Bauenhäuser Weg im Aaper Wald zu finden sind, lassen städtische Mitarbeitende Fangeimer in den Boden ein und kontrollieren diese täglich. Die so eingefangenen Amphibien bringen sie anschließend auf die gegenüberliegende Straßenseite, damit die Tiere ihre Wanderung dort sicher fortsetzen können.

In den Fangeimern befinden sich Stöcke. Daran können versehentlich gefangene Insekten oder Kleinsäuger wieder herauskrabbeln.

Die Stadt bittet die Bevölkerung darum, die Stöcke in den Eimern zu lassen und die Tiere zudem nicht gezielt einzufangen oder anzufassen.

Die Amphibien wandern vor allem abends, nachts und in den frühen Morgenstunden – etwa zwischen 19 und 7 Uhr und besonders, wenn es regnet.

Maximal 30 Stundenkilometer oder langsamer zu fahren, kann vielen Tieren das Leben retten. Oftmals ist es die Luftdruckwelle vor und unter dem Fahrzeug und nicht der Reifen, der die Tiere tötet.

Auf dem Schulgelände der Freiherr-vom-Stein-Realschule ist
Lernen in einem Miniwald
Realschüler pflanzen 360 junge Bäume und Stauden auf den Pausenhof Lernen in einem Miniwald
Besorgniserregender Rückgang
Bedrohte Amphibien wieder auf Wanderschaft - Eimer als „Lebensretter“ eingesetzt Besorgniserregender Rückgang