Andrea Haupt wird neue Geschäftsführerin beim Stadtsportbund Düsseldorf „Haben es keiner anderen Person zugetraut“

Beim Stadtsportbund Düsseldorf übernimmt am 1. Januar eine Frau die Geschäftsführung. Die bisherige SSB-Vizepräsidentin Andrea Haupt, seit 2012 zudem bereits in verantwortlicher Position beim größten Düsseldorfer Verein SFD ’75, tritt die Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Ulrich Wolter an.

 Die künftige Stadtsportbund-Geschäftsführerin Andrea Haupt mit SSB-Präsident Peter Schwabe.

Die künftige Stadtsportbund-Geschäftsführerin Andrea Haupt mit SSB-Präsident Peter Schwabe.

Foto: SSB/ Moritz Müller

„Wir hatten viele Initiativ-Bewerbungen auf die Stelle“, sagt SSB-Präsident Peter Schwabe. Doch schon bald hätte man sich im Rahmen vieler Gespräche mit der nun ausgewählten Nachfolgerin angeschaut und sich schließlich für die interne Lösung entschieden. „Im Frühsommer hat Frau Haupt ‚ja’ gesagt“, so Schwabe, „und im Hintergrund die Geschäftsführung monatelang bereits begleitet.“ An Haupts Stelle im vierköpfigen SSB-Präsidium rückt Stella Kluge-Töpperwein

Eine wichtige Rolle beim Wechsel spielt eine anstehende Satzungsänderung. Laut BGB ist das Präsidium des SSB derzeit noch haftend. Bis zum Jahr 2022/ 23 soll diese Verantwortung auf die Geschäftsführung übertragen werden. Schwabe. „Das haben wir keiner anderen Person zugetraut.“

Die 58-Jährige Andrea Haupt, die als Jugendliche intensiv beim Turnen und in der Leichtathletik aktiv war, sagt von sich: „Ich liebe Teams, motiviere gerne und habe Ehrgeiz.“ Trotz oder auch gerade wegen der Vorschusslorbeeren aus dem SSB bezeichnet sie die kommenden Aufgaben als große Herausforderung, auf die sich sich aber auch freue. Feuerproben hat sie, die beim SFD in Niederheid auch intensiv in der Gewaltprävention wirkt, bereits durch gemacht: Im Jahr 2016 musste sie etwa im Rahmen von Gewaltvorfällen bei zwei Senioren-Fußballmannschaften des Klubs den öffentlichen Diskurs moderieren und Entscheidungen treffen.

Entscheidungen, die auch auf Ihrer neuen Position anstehen. Der SSB, in dem mit Honorarkräften im Schnitt rund 60 Menschen beschäftigt sind, sieht sich als Interessenvertretung aller aktuell 441 Vereine mit rund 137.000 Mitgliedern. Man halte Verbindungen zu den Fachschaften, sei im regelmäßigen Austausch mit Sportausschuss und Stadtpolitik. Schwabe nennt zudem Übungsleiter-Qualifizierung, Fortbildungsangebote, Sozialarbeit, etwa mittels des neuen Sportaction-Busses, die Betreuung von Sportanlagen wie etwa dem Skaterpark Eller bzw. die Koordination von Hallenzeiten in den 210 Sporthallen der Stadt.

Andrea Haupt nennt wichtige künftige Themenfelder: „Die Digital-Präsenz stärken, die Klubs noch näher an uns ran holen. Denn die spielen auch in  Hinsicht auf den Rechtsanspruch eines OGS-Platzes ab dem Jahr 2026 eine bedeutende Rolle.“ Und: „Wir wollen ständig fragen: ‚Wie können wir euch helfen’?“

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