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Düsseldorf passt Weihnachtsmärkte der Lage an - Schausteller atmen auf : Das vermisste Gefühl

Es ist der Neustart der Düsseldorfer City-Weihnachtsmärkte nach Corona-Ausfall 2020. Angesichts steigender Ansteckungszahlen wirkt sich die Pandemie natürlich weiterhin auf die Organisation der Märkte durch Düsseldorf Tourismus (DT) aus. DT-Geschäftsführer Ole Friedrich sagt: „Wir haben ein Konzept entwickelt, das zur Lage passt.“ Für Melanie und Markus von Olnhausen, Schausteller in inzwischen 7. Generation, geht es dagegen schlicht ums wirtschaftliche Überleben.

 „50 Prozent unseres Jahresumsatzes machen wir mit dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt“, sagt Markus von Olnhausen am diesjährigen neuen Festhütten-Standort Gustaf-Gründgens-Platz vorm Schauspielhaus. „Der Ausfall vergangenes Jahr war für uns eine Tragödie.“ Seine Frau, die 1992 mit einem Zuckerwatte-Stand ihre Weihnachtsmarkt-Premiere feierte,  konkretisiert: „Rein emotional, weil uns die Atmosphäre, das besondere Publikum hier, die vielen gewonnen Freunde sehr gefehlt haben. Aber eben auch wirtschaftlich.“

2021 sind ihre inzwischen vier Stände mit unter anderem gebratenen Champignons, Camembert und Feuerzangenbowle auf den insgesamt acht Themenmärkten zwischen Schadowstraße und Marktplatz verteilt. Ihr Mann verdeutlicht noch mal den Ernst der Lage: „Natürlich gab es Beihilfen, ich kann aber auch sagen, dass das im Juli von uns beantragte Überbrückungsgeld 3 noch nicht angekommen ist.“ Nein, ein weiteres Jahr Ausfall hätte man nicht kompensieren können. „Für uns herrscht jetzt das Gefühl vor, dass die Normalität zurück kehrt. Und es wurde allerhöchste Zeit.“

Jetzt sind die von Olnhausens inklusive ihrem erstmals beteiligten Sohn Arno vom 18. November bis 30. Dezember wieder voll im Einsatz. „Es ist ein besonderer Weihnachtsmarkt, weil viele die stimmungsvolle Atmosphäre vermisst haben“, sagt auch Ole Friedrich. „Wir haben ein Konzept entwickelt, mit dem sich dabei aber auch alle wohl und sicher fühlen können. Es wurden Plätze entzerrt und neue Orte geschaffen. Der erstmalige Kö-Lichter-Markt und die Hütten auf dem Gustaf-Gründgens-Platz werten die winterliche Innenstadt weiter auf.“ DT-Sprecher Thorsten Schaar weist vorm Schauspielhaus auf Ingenhoven-Tal, Kulturtempel und Kö-Bogen. „Abends entsteht hier ein wirklich wunderbares Lichtermeer.“

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Auf der Flinger Straße wird auf Gastronomie verzichtet. „Wir lichten die Märkte etwas und wollen auch auf den Straßen Engstellen vermeiden“, so Friedrich. So sind Hütten, die aus den Plätzen herausgenommen wurden, an der Königsallee, am Kö-Bogen und auch auf der Marktstraße Richtung Burgplatz platziert. Die Glühweinpyramide etwa steht nun an der Fußgängerbrücke zwischen Grün- und Bastionsstraße. Schade sei: Kinderprogramm und Weihnachtssingen müssten infektionsschutzbedingt diesmal noch ausfallen, doch das Riesenrad auf dem Burgplatz und die Eislaufbahn auf dem Corneliusplatz – wären wieder Teil der weihnachtlichen City.

Es gilt die 3G-Regel, Nachweise würden in Stichproben kontrolliert. „Wir empfehlen, die AHA-Regeln zu befolgen das Tragen einer medizinischen Maske“, so Ole Friedrich.

Abstand halten offenbar auch noch die touristischen Gäste aus dem Nachbarland. Erst 200 Busse aus den Niederlanden hätten sich bis Mitte der Woche angemeldet. In den Hochzeiten vor Corona waren das insgesamt auch schon mal 1800. Bis zur Normalität ist es eben doch noch ein Stück...