Neue „SiBu“-Streifen rund um den Hauptbahnhof im Einsatz Die Lage stabilisieren

Im Rahmen des städtischen Projekts „Sicherheit im Bahnhofsumfeld" (SiBu) sind neue „Streifen" im Einsatz. Diese bestehen aus Einsatzkräften der vier Ordnungspartner: Polizeipräsidium, OSD, Bundespolizei sowie den Sicherheitskräften der Deutschen Bahn. Aufgabe der „SiBu-Streifen“ ist es, „durch abgestimmtes, professionelles Handeln sowie der Bündelung aller Zuständigkeiten, das Bahnhofsumfeld nachhaltig zu stabilisieren“.

Die neuen „SiBu-Streifen" am Hauptbahnhof bestehen aus Einsatzkräften von Bundes- und Landespolizei, Ordnungs- und Servicedienst der Stadt sowie DB Sicherheit - „Zuständigkeitsfragen künftig deutlich reduziert.“

Foto: Stadt düsseldorf/David Young

„Wir stellen hier eine flexible Reaktionsfähigkeit auf Problemlagen am Hauptbahnhof sowie in Bereichen wie dem Worringer Platz oder der Eisenstraße sicher“, so Oberbürgermeister Stephan Keller. „Durch das gemeinsame Auftreten werden Zuständigkeitsfragen künftig deutlich reduziert.“

Bei der Konzeption konnten die Projektbeteiligten auf eigene Erfahrungen zurückgreifen: Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt „SIDI“ („Sicherheit in der Düsseldorfer Innenstadt“), in dem die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsamt intensiviert und bis heute strukturell gefestigt wurde, haben die Sicherheitspartner einen vergleichbaren Ansatz gewählt. „Was wir bei SIDI erfolgreich begonnen haben, entwickeln wir seit geraumer Zeit im Bahnhofsumfeld und nun mit der gemeinsamen Streife weiter“, sagt Polizeipräsidentin Miriam Brauns. Aufgrund der hohen Publikumsfrequenz, der verschiedenen Nutzergruppen sowie der unterschiedlichen Zuständigkeiten stelle das Bahnhofsumfeld eine besondere Herausforderung für die Sicherheitsakteure dar. Gerade Zuständigkeitsfragen führten im Alltag immer wieder zu Abstimmungsbedarfen, insbesondere in Grenzbereichen wie dem Bahnhofsvorplatz oder bei Maßnahmen, die unterschiedliche Rechtsgrundlagen beträfen.

In der Folge wurde demnach ein für Düsseldorf eigener Ansatz entwickelt: So ist das Einsatzgebiet ausdrücklich nicht auf das Bahnhofsgebäude begrenzt, sondern umfasst das gesamte Bahnhofsumfeld einschließlich angrenzender Bereiche wie dem Worringer Platz oder der Eisenstraße. Neben konsequentem Einschreiten setzt die SiBu-Streife auf Ansprechbarkeit, frühzeitige Intervention und Prävention. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht demnach darin, dass bei Feststellungen unmittelbar der jeweils zuständige Partner vor Ort ist. Zuständigkeiten und Kompetenzen würden gebündelt wahrgenommen .

Henryck Fiedler, Leiter der DB Sicherheit in NRW: „Wir agieren gemeinsam mit der Stadt und der Bundes- und Landespolizei. Damit sind alle Beteiligten beim Thema Sicherheit im und um den Bahnhof deutlich effizienter aufgestellt. Von dieser starken Partnerschaft profitieren unsere Reisenden, Gäste und Mitarbeitenden gleichermaßen.“

Für die Bundespolizeiinspektion Düsseldorf sagt Thomas Hermsen: „Wir betrachten den Hauptbahnhof Düsseldorf niemals für sich alleine. Daher ist die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitspartnern im Bahnhofsumfeld elementar.“ Die konkrete Auftragslage ergebe sich lageangepasst, aus aktuellen Entwicklungen sowie aus Beschwerdelagen oder Hinweisen aus der Bevölkerung. Die zukünftigen Streifen würden grundsätzlich mit geschultem Personal besetzt.