Der Rheinufertunnel ist vom 30. März bis 25. April gesperrt Für mehr Saugkraft

Im Rheinufertunnel müssen zwei der insgesamt fünf Axialventilatoren ausgetauscht werden. Diese sorgen im Brandfall für einen schnellen Abzug des Rauches. Dafür muss der Tunnel vier Wochen lang – von Montag, 30. März, 5 Uhr, bis zum Samstagnachmittag, 25. April – für den Verkehr gesperrt werden, da die Ventilatoren von zentraler Bedeutung für das Brandschutzkonzept sind.

Sicherheitsarbeiten im Rheinufertunnel - die wichtige Verkehrsverbindung muss für knapp vier Wochen gesperrt werden.

Foto: Stadt/ Archiv/Ingo lammert

Anlass für die Erneuerung der Axialventilatoren ist laut Stadt eine Aktualisierung des Sicherheitskonzeptes für den Brandfall bei einem Stau im Tunnel. Dieses schreibt die zwingend erforderliche Anpassung der abzusaugenden Luftmengen für den Brandfall vor.

Der technische Aufwand ist demnach erheblich: Jeder der beiden Axialventilatoren ist rund fünfeinhalb Meter hoch und wiegt etwa sechs Tonnen. Beim Bau des Tunnels in Anfang der 1990er wurden die Ventilatoren in Einzelteilen durch eine zweieinhalb mal zwei Meter große Öffnung rund zehn Meter in die Tiefe gelassen und in einem schmalen Schacht montiert.

Die Tunnelsperrung wird zudem für reguläre Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten am Bauwerk und an der Betriebstechnik genutzt. Die erwarteten Gesamtkosten betragen rund 4,5 Millionen Euro.

Der Radverkehr entlang des Rheins bleibt möglich, allerdings mit eingeschränkter Wegbreite. Eine Umleitung ist nicht erforderlich. Auch der Fußverkehr kann die Rheinuferpromenade weiterhin nutzen. Während der Bauarbeiten bleibt die Schranke am Mannesmannufer geöffnet. Die Tiefgarage Altstadt/Rheinufer bleibt über das Mannesmannufer erreichbar.

Während der Tunnelsperrung greifen sogenannte Alternativroutenstrategien. Diese sind demnach Bestandteil des städtischen Verkehrssystemmanagements und dienen dazu, die Auswirkungen der Sperrung möglichst gering zu halten. Konkret bedeute dies, dass auf den vorgesehenen Alternativrouten die Programme für die Ampelanlagen angepasst werden, um den Verkehrsfluss zu verbessern und dort zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen.

Für den Rheinufertunnel sind – abhängig vom jeweiligen Start- und Zielpunkt – insbesondere drei Alternativrouten vorgesehen. Sie führen

- über die Fischerstraße, Kaiserstraße, Berliner Allee und Corneliusstraße,

- über die Merowingerstraße und die Friedrichstraße und

- über den Lastring.

Als Nord-Süd-Umleitung können folgende Strecken genutzt werden:

- aus nördlicher Richtung von der Danziger Straße kommend über die Heinrich-Erhardt-Straße und den Lastring

- aus südlicher Richtung kommend über den Südring und den Lastring

Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen wird zudem ein Umleitungsring über die Theodor-Heuss-Brücke und den Rheinalleetunnel ausgeschildert.

Die empfohlenen Alternativrouten und Umleitungen stellen, so die Stadt, nicht für alle Verkehrsteilnehmenden in jeder Relation die optimale Wahl dar. Entsprechend gehe man davon aus, dass sich ein Teil des Verkehrs auch auf weitere Straßen im Stadtgebiet verteilen wird. Diese gleichmäßige Verteilung soll dazu beitragen, dass es zu weniger punktuellen Überlastungen einzelner Straßenabschnitte kommt.

Die Baustelleneinrichtung will man bis zum Start des Düsseldorfer Marathons am Sonntag, 26. April, weitgehend zurückgebaut haben.

Sicherheitsarbeiten im Rheinufertunnel - die wichtige
Für mehr Saugkraft
Der Rheinufertunnel ist vom 30. März bis 25. April gesperrt Für mehr Saugkraft