Ja, ist et denn: Kolumne aus Düsseldorf

Ja, is et denn : Urlaubsgrüße analog

Mache gerade Urlaub auf einer kleinen Insel. Irgendwo im Nirgendwo. Und habe dort eine unglaubliche Entdeckung gemacht. Es gibt eine Möglichkeit außerhalb von Facebook, Twitter, WhatsApp oder E-Mail mit Freunden und Verwandten zu kommunizieren.

Es ist geradezu sensationell und dabei ganz einfach. Man geht hier in einen kleinen Laden und ersteht dort eine etwa 10 mal 15 Zentimeter große Karte mit Fotomotiven der Landschaft, in der man gerade urlaubt. Dann kauft man sich wahlweise einen Kugelschreiber oder einen Bleistift (enthalten beide alle Buchstaben einer normalen Handy- oder PC-Tastatur) für ganz wenig Geld.

Dann schreibt man einfach die Adresse der Person auf die Karte, der man etwas mitteilen möchte, dazu ein paar Zeilen, wie schön es im Urlaub ist. Klebt eine Briefmarke auf die Karte und wirft sie in einen gelben Kasten. Schon wenige Tage später kann sie der Adressat freudestrahlend aus seinem Briefkasten fischen. Hier heißt das „tarjeta postal“. In Deutschland „Postkarte“. Irre, oder?

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