Erdbeeren sind lecker. Besonders dann, wenn sie selbstgepflückt sind.

Erdbeerzeit : Strawberry Fields

Endlich Erdbeerzeit! Die aromatischen Früchte gelten als „Königinnen des Gartens“ und gehören neben Äpfeln zu den beliebtesten Obstsorten hierzulande. Rund drei Kilogramm Erdbeeren verzehren die Bundesbürger pro Jahr und Kopf.

Mit Beeren haben Erdbeeren – ebenso wie Him- und Brombeeren – allerdings nur den Namen gemein: Botanisch zählen sie zu den Sammelnussfrüchten, das rote Fruchtfleisch ist nur eine Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Körnchen auf ihrer Oberfläche.

Erdbeeren sind das ideale Schlankfutter und überaus gesund: 100 g haben gerade mal 32 kcal (134 kJ) sind reich an Folsäure und ihr Vitamin-C-Gehalt ist mit 65 mg/100 g höher als der von Zitronen und Orangen. Abhängig von der Witterung beginnt die Erdbeersaison in Deutschland meist Ende April und dauert ungefähr bis August. Haupterntezeit und Freilandsaison ist im Juni und Juli.

Reife Erdbeeren sind prall und glänzend und verströmen einen betörenden Duft. Zudem müssen die Früchte voll durchgefärbt sein und dürfen keine weißen Stellen aufweisen, denn einmal gepflückt, reifen Erdbeeren nicht nach. Tipp: Lassen sich die Kelchblätter leicht lösen, sind die Erdbeeren reif. Ein Trugschluss ist, von der Farbe aufs Aroma zu schließen: Ob hellrot oder dunkelrot, hängt von der Sorte ab und sagt nichts über den Geschmack aus.

Erdbeeren sind höchst sensibel – Druck und Wasser sind ihre größten Feinde. Entsprechend vorsichtig sollte man sie transportieren und keinesfalls einen harten Wasserstrahl auf sie richten. Schonend säubert man sie durch sanftes Abbrausen oder durch ein kurzes Bad in einer mit Wasser gefüllten Schüssel. Erst danach entfernt man die Kelchblätter und Stiele. Um Geschmackseinbußen zu vermeiden, sollten Erdbeeren immer erst kurz vor dem Verzehr gewaschen werden. Beschädigte Früchte sofort aussortieren, sonst riskiert man Schimmel!

Da Erdbeeren schnell ihr Aroma verlieren, sollten sie so frisch wie möglich verzehrt werden. Im Kühlschrank halten sie sich (ungewaschen) notfalls etwa zwei Tage, doch verlieren die Früchte während der Lagerung zunehmend an Geschmack. Die beste Frischegarantie hat man, wenn man Erdbeeren selbst vom Feld erntet, was zugleich den Vorteil hat, dass man sich die schönsten Exemplare aussuchen kann. Naschen ist natürlich erlaubt! Im Umkreis von Düsseldorf bieten mehrere Landwirte die Möglichkeit zum Selberpflücken.

Auch hier gilt, die Früchte mit dem gebotenem Respekt zu behandeln. Pflücken Sie nur reife Erdbeeren mitsamt den Kelchblättern und knipsen Sie den Stiel knapp über der Frucht ab. Besser als hohe Gefäße eignen sich zum Sammeln flache Schalen oder Körbe, damit die Erdbeeren nicht von ihrem eigenen Gewicht zerdrückt werden. Wer kein geeignetes Behältnis zum Mitbringen besitzt oder sich spontan zum Pflücken entscheidet, kann an allen Feldern für kleines Geld einen Korb kaufen. Früh aufstehen lohnt sich: Morgens taufrisch gepflückte Erdbeeren haben die beste Qualität.

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