Musikbar „Kassette“ feiert Abschied Stopptaste

Nach über elf Jahren drückt die Oberbilker Musikbar „Kassette“ auf der Flügelstraße die Stopptaste. Am 30. September und 1. Oktober wird Abschied gefeiert. Das Gründer-Duo Kim Thurau und Tobais Wecker erläutert warum.

„Kassette“-Macher Kim Thurau und Tobias Wecker im Gründungsjahr 2012.

„Kassette“-Macher Kim Thurau und Tobias Wecker im Gründungsjahr 2012.

Foto: privat

Die Entscheidung?

„Seit zwei, drei Jahren spüren wir, dass unsere Euphorie und unser Esprit nicht mehr so groß sind, wie sie es einmal waren. Wir lieben nach wie die gemeinsame Zeit mit unseren Gästen und unserem wunderbaren Team. Wir haben noch immer Glücksgefühle, wenn wir unsere mit ausgelassenen Menschen randvoll bepackte ‚Kassette‘ erleben. Wir sind noch immer begeistert, wenn Bands aus aller Welt unser Wohnzimmer in einen Ort der musikalischen Ekstase verwandeln. Trotz alledem bleibt das Gefühl, dass es Zeit ist zu gehen, dass das Feuer erlischt...“

Die „Institution“?

„Die Kassette ist im Laufe der Jahre ganz schön groß und bekannt geworden. Immer wieder hören wir, wir seien eine ‚Institiution‘. Das war aber nie unsere Absicht. Wir hätten uns niemals vorstellen können, dass diese aufregende Reise so lang andauern und so erfolgreich verlaufen würde. Gleichzeitig wuchsen aber auch Erwartungen, Verpflichtungen und auch Druck. Das ursprüngliche Spaßprojekt war zu etwas für uns Gigantischem herangewachsen.

Was wünschen wir uns?

„Ganz einfach und ehrlich: Wir sehnen uns nach Ruhe und Zeit für uns. Kim möchte sechs Jahre verspätet endlich so etwas wie Elternzeit haben und ihre zwei Kinder und deren Bedürfnisse vor die der ‚Kassette‘ stellen. Tobi wünscht sich, einmal langfristig einen Urlaub planen zu können, der nicht potenziell bedroht von Krankheiten, Kündigungen, Wasserschäden oder sonstigen Unwägbarkeiten ist. Wir geben offen zu, wir beide haben in den vergangenen Jahren erlebt, wie es ist, den Herausforderungen kaum noch gewachsen zu sein. Jetzt freuen wir uns auf das was kommt.“

Zukunft der „Kassette“?

„Wir werden den Namen nicht weitergeben – dafür ist die ‚Kassette‘ zu sehr unser geliebtes Baby, das wir nicht zur Adoption freigeben möchten. Die ‚Kassette‘ geht mit uns.“

Was wollen wir noch sagen?

„Wir bedanken uns bei allen, die dafür gesorgt haben, dass wir elf wilde, aufregende und für uns unvergessliche Jahre erleben durften. Wir hatten das Glück, mit vielen fantastischen Menschen arbeiten zu dürfen. Es sind tiefe Freundschaften entstanden, die die Ära der ‚Kassette‘ überdauern werden.“

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