Inspiriert durch David Bowie Rita McBride und Volker Hermes gestalten Sessionsorden 2020

„Die Prinzengarde Blau-Weiss ist stolz und glücklich, dass wir mit Rita McBride und Volker Hermes zwei international renommierte Künstler für die Gestaltung unseres Sessionsordens gewinnen konnten.“ Mit diesen Worten präsentierte Präsident Lothar J. Hörning in der vergangenen Woche im Beisein der Künstler das neueste Objekt einer bundesweit einzigartigen Kunstedition.

 Volker Hermes, Rita McBride und Lothar Hörning (v.l.n.r.)

Volker Hermes, Rita McBride und Lothar Hörning (v.l.n.r.)

Foto: Blau-Weiß

Seit dem Jahre 2000 haben 19 namhafte Künstler – darunter Otto Piene, Heinz Mack, Markus Lüpertz, Günther Uecker, Tony Cragg, Thomas Ruff, Imi Knoebel, Gereon Krebber und Katharina Sieverding – den Mittelteil des Ordens gestaltet.

Als erstes Duo überhaupt haben nun Rita McBride und Volker Hermes auf Vermittlung des Kurators Bernd R. Meyer einen außergewöhnlichen Sessionsorden gestaltet. Bei der Wahl des Motivs ließen sich die beiden in Düsseldorf lebenden Künstler von dem britischen Musiker und Sänger David Bowie inspirieren. „Bowie steht wie kein anderer Künstler für die Wandelbarkeit des Geschlechts und damit des Menschen. Diese Verwandlung des Menschen durch ein Kostüm spielt auch im Karneval eine große Rolle“, so Meyer.

Bowie hatte sich bei seinen Auftritten in spektakulärer Weise als theatralisch geschminkte und verwirrend androgyne Kunstfigur präsentiert - Mitte der 1980er-Jahre mehrmals mit einem goldenen Sonnensymbol auf der Stirn. Rita McBride und Volker Hermes griffen dieses Symbol auf und gestalteten als zentrales Ordenselement ein ringförmiges Ensemble in drei unterschiedlichen Goldtönen. Als Hintergrund wählten sie eine blau-weiß schraffierte Fläche, die das Motiv eines von Volker Hermes für Rita McBride entworfenen Karnevalskostüms aufgreift, das die Professorin während ihrer Tätigkeit als Rektorin der Düsseldorfer Kunstakademie (2013-2017) im Karneval getragen hatte.

Meyer betonte, dass es sich bei dem neuen Sessionsorden um den zweiten Bildhauer-Orden handele, der noch dazu ein extra für diesen Zweck entworfenes Motiv besitze. Rita McBride bekräftigte, es sei für sie eine große Ehre gewesen, den Orden mitzugestalten und sprach von einem „wundervollen Gestaltungsprozess“. Volker Hermes bestätige, dass sie sehr viel Spaß an der Entwicklung des Ordensmotivs hatten und sagte: „Wir hoffen, dass sich die Kraft der Diversität und Offenheit an jeden überträgt, der diesen Orden trägt.“

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