ADFC begrüßt Luegallee-Lösung „Konsequent“

Der ADFC Düsseldorf begrüßt die geplante Dauerlösung „Radfahrstreifen Luegallee“ in Oberkassel. Der Verkehrsausschuss hat beschlossen, die bisherige Testphase, die die beidseitigen Radstreifen und Tempo 30 auf der Luegallee zum Inhalt hatte, in den Dauerbetrieb zu übernehmen.

 Luegallee mit Radfahrstreifen und Ladezone.

Luegallee mit Radfahrstreifen und Ladezone.

Foto: ADFC

Achim Isenberg vom Team Radpolitik beim ADFC unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich: „Die Testphase hat gezeigt, dass die Maßnahmen im Hinblick auf die Lärmbelastung der Anwohner und die subjektive Sicherheit der FußgängerInnen und Radfahrenden erfolgreich waren. Diese nun zu verstetigen, ist daher nur konsequent.“ Damit könne auch die „Radleitroute West-Ost“ (zwischen dem Böhler-Areal und Gerresheim, quer durch die Stadt) endlich voran gebracht werden.

Die Stadt hatte die sechsmonatige Testphase in Oberkassel durch umfangreiche Befragungen und Messungen begleitet. Wer in Fahrtrichtung Ost auf der Südseite der Luegallee unterwegs ist, profitiere besonders, so der ADFC. Hier sei vor dem Test keine Radverkehrsanlage eingerichtet und auf der Nordseite der alte, enge Radstreifen für Radfahrende wie FußgängerInnen unzumutbar gewesen. „Die Zuwächse bei den Nutzungszahlen bestätigen eindrucksvoll, wie groß der Bedarf an sicheren und komfortablen Radwegen auf der Luegallee war“, so Isenberg.

Hervorzuheben sei auch, dass Verkehrsverlagerungen auf umliegende Straßen unterblieben sind. Die vielfach heraufbeschworenen Negativszenarien wären nicht eingetreten. Im Gegenteil: Die Menschen nähmen die Vorteile wahr. Isenberg: „Die Luegallee wird zum Vorbild, auch für viele andere Straßen in der Stadt, wo sich Radfahrende und FußgängerInnen immer noch viel zu enge Randbereiche teilen müssen.“ Positiv wären in den Umfragen auch die grün markierten neuen Ladezonen bewertet worden. Hierdurch sei das verbotene und insbesondere für Radfahrende gefährliche Halten auf dem Radstreifen erheblich reduziert. Freilich hätte sich auch gezeigt, dass intensive Kontrollen – wie auch bei Tempo 30 – erforderlich sind.

Negativ bewertet der ADFC, dass die Optimierung der Verkehrsführung auf dem Luegplatz erst im Rahmen der Radleitroute 2 erfolgen soll. Die vielen Anregungen aus der „Kleinen Kommission Radverkehr“ zur sicheren Querung des Luegplatzes wären in der Verwaltungsvorlage leider nicht berücksichtigt worden. Isenberg: „Wir setzen darauf, dass das im Ausschuss nachgearbeitet wird.“

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