Rund 900.000.000 Euro kostete das Mega-Projekt insgesamt. Etwa 100.000 Schaulustige strömten am Eröffnungstag durch die sechs neuen Bahnhöfe (Pempelforter Straße, Schadowstraße, Heinrich-Heine-Allee, Benrather Straße, Graf-Adolf-Platz, Kirchplatz) und bestaunten das Ergebnis nach rund acht Jahren Bauzeit. Die Planungen begannen schon viel früher: Angemeldet für den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes NRW wurde die Wehrhahn-Linie bereits 1997, also vor fast 30 Jahren.
Die erste Bahn nach Plan fuhr dann am 21. Februar 2016, frühmorgens um 4:36 Uhr. 200 Mitarbeitende der Rheinbahn waren an diesem ersten regulären Betriebstag unterwegs im Stadtgebiet, um die Menschen auf den richtigen Weg zu bringen.
Vier Stadtbahn-Linien sind auf der Wehrhahn-Linie im Einsatz: U71, U72, U73 und U83. Drei Straßenbahn-Linien an der Oberfläche fielen dafür weg: 703, 712 und 713. An Werktagen (Montag bis Donnerstag) zählt die Rheinbahn durchschnittlich ca. 80.000 bis 100.000 Ein- und Aussteigende pro Tag.
3,4 Kilometer misst der Tunnel-Abschnitt der Wehrhahn-Linie. 22.000 Tonnen Stahl verbauten die beteiligten Firmen, dazu 240.000 Kubikmeter Beton. Der Durchmesser der Tunnelröhren beträgt 8,30 Meter, die Bahnsteiglänge liegt bei 90 Metern. Die Tunnelstrecke stellt dabei ein durchgängiges, untrennbares Raumkontinuum dar – das allein schon 6.700 Betonplatten zieren. 14 Aufzugsanlagen und 59 Rolltreppen verbinden die verschiedenen Ebenen untereinander und mit der Düsseldorfer Oberwelt.
Laut aktuellem Fahrplan fahren die Bahnen pro Woche 4.316 Mal durch den Wehrhahn-Tunnel, das wären dann 224.432 Fahrten pro Jahr. Inklusive Fahrschul- und Sonderfahrten sind das in Summe rund 2.250.000 Fahrten in zehn Jahren Wehrhahn-Linie.