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Schadowstraße Kö-Bogen Düsseldorf City Umgestaltung

Die Neugestaltung der Schadowstraße ist abgeschlossen : Mehr Freiraum

Auf einer der wichtigsten Einkaufsstraßen Düsseldorfs sind die Arbeiten in der Fußgängerzone zwischen Bleichstraße und Tonhallenstraße jetzt beendet Gut ein Jahr nach Baubeginn ist die Neugestaltung der Schadowstraße damit abgeschlossen.

Mit der Fertigstellung des 210 Meter langen Abschnitts ist die Anbindung an den Kö-Bogen erfolgt. Im Zuge der neuen Aufteilung des öffentlichen Raumes bekam die Straße eine neue Ausstattung. „Hingucker“ sind dabei 20 gelbe, drehbare Lounge-Sessel. Die auffälligen Möbel sollen der Schadowstraße eine besondere Note verleihen. „Die Lounge-Sessel bieten Treffpunkte, insbesondere am neu geschaffenen Freiraum mit dem Wasserspiel vor Karstadt. Dort machen wir ein weiteres Angebot zur Belebung unserer Innenstadt“, erklärt Jochen Kral, Beigeordneter für Mobilität.

Klar zu erkennen seien nun die unterschiedlichen Bereiche der Einkaufsstraße. Demnach erstrecken sich auf beiden Seiten entlang der Häuserfassaden die Flanierzonen für die Passanten. Daneben befindet sich  ein Aufenthalts- und Funktionsstreifen mit Platz für die Außengastronomie. Fünf Meter breit ist der Streifen auf der nördlichen Seite der Schadowstraße, zwei Meter auf der südlichen.  Die Planung habe zudem vorgesehen, die Schadowstraße nach dem Rückbau der Straßenbahngleise zu einer Fußgängerzone mit einem zentralen, gut vier Meter breiten Fahrstreifen auszubauen. „Dieser Fahrstreifen darf grundsätzlich in beiden Richtungen vom Radverkehr genutzt werden. Er bildet damit einen weiteren Lückenschluss im Radverkehrskonzept Altstadt/Innenstadt“, erläutert Kral. Er weist darauf hin, dass die Spur zu bestimmten Zeiten auch für den Verkehr freigeben ist und Fußgänger die Schadowstraße auf der gesamten Strecke queren können. Der Mobilitätsdezernent bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmenden um gegenseitige Rücksichtnahme.

Zur Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Einkaufszone tragen auch 21 Bäume bei, die seit Mai gepflanzt wurden. Ausgewählt wurden die bienenfreundliche Gleditschie und die Purpurerle. Sie gehören zu den Zukunftsbaumarten, die auch unter den Klimaveränderungen in der Stadt gedeihen. Die Pflanzung der Schattenspender war aufwändig: Für jeden Baum wurden 50 Kubikmeter eines speziellen Baumsubstrates in den Boden eingebracht. Die neuen Bäume werden nun automatisch unterirdisch bewässert und belüftet. 

Im Zuge der Neugestaltung wurde auch der Namensgeber der Straße, der Maler Wilhelm von Schadow, deutlicher ins Blickfeld gerückt. Dazu wurde der Gedenkstein, der zuvor an der Ecke zur Liesegangstraße in Bodenhöhe befestigt war, nun in eine Stahlplatte gefasst. Diese steht jetzt direkt auf der Schadowstraße. Passanten „begegnen“ dem ehemaligen Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie nun auf Augenhöhe in der Nähe seines ehemaligen Wohnhauses Schadowstraße 56, die damals noch „Flinger Steinweg“ hieß.

Ausgangspunkt für die Neugestaltung der Schadowstraße war die Fertigstellung des Kö-Bogen-Tunnels und die Inbetriebnahme der Wehrhahn-Linie. „Durch die unterirdische Verlagerung des Straßen- und des Bahnverkehrs haben wir die Chance bekommen, mitten in der Stadt neue Verbindungen und Freiräume zu schaffen“, sagt Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Die nun fertiggestellte östliche Schadowstraße ist das erste von insgesamt drei Teilprojekten. Das zweite Teilprojekt wird den Bereich „Am Wehrhahn“ zwischen Jacobistraße und Oststraße umfassen. Hier beginnen nun die Leitungsarbeiten, der Straßenbau schließt sich ab Februar 2022 an. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt ein Jahr. Im dritten und aufwändigsten Teilprojekt werden auf der Jacobistraße (zwischen Goltsteinstraße und Liesegangstraße) Gleise verlegt und barrierefreie Haltestellen gebaut. Insgesamt fallen Gesamtkosten in Höhe von 15,25 Millionen Euro an.