Katzenschutzbund 50 Jahre im Einsatz gegen elende Leben Chancen für Tiere

Der Katzenschutzbund Düsseldorf hat in diesen Tagen sein 50. Jubiläum gefeiert.

 Aufklärungsarbeit durch Mitglieder des Katzenschutzbundes Düsseldorf - seit mittlerweile 50 Jahren.

Aufklärungsarbeit durch Mitglieder des Katzenschutzbundes Düsseldorf - seit mittlerweile 50 Jahren.

Foto: Katzenschutzbund Düsseldorf

1972 hatten sich acht Katzenfreunde zusammen gefunden, um die Betreuung ihrer Tiere während der Urlaubszeit zu organisieren. Der erste so genannte Catsitter-Club wurde gegründet. Schon bald kamen auch Anfragen, ob man sich denn auch um herrenlose Katzen kümmern würde? Wenige Wochen später war der „Katzenschutzbund“ geboren, auch wenn die Eintragung ins Vereinsregister noch bis Anfang 1978 auf sich warten ließ.

Wichtigstes Ziel des Vereins ist von Beginn an die Aufklärung der Katzenhalter und der Bevölkerung über die Kastration insbesondere von freilebenden, herrenlosen Katzen. Zwar dauert es eine Weile, doch 2016 ist es endlich soweit: die Stadt Düsseldorf erlässt eine Katzenschutzverordnung. Diese dient dem Schutz von freilebenden Katzen vor erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden, die auf eine zu hohe Zahl dieser Katzen innerhalb des Stadtgebietes zurückzuführen sind. Freilebende Katzen sind zu kennzeichnen, registrieren und unfruchtbar machen zu lassen. Eigentümer oder Pächter von Privat- und Betriebsgeländen sind verpflichtet, für diese Maßnahmen das Betreten des Geländes zu dulden und die Kreisordnungsbehörde oder den von ihr Beauftragten bei einem Zugriff auf die freilebenden Katzen zu unterstützen.

„Damit war die jahrelange Arbeit mit Unterschriftensammlungen und zahllosen Gesprächen mit der Stadt und dem Veterinäramt von Erfolg gekrönt. Wir konnten Tausende von Katzen einfangen und kastrieren lassen“, sagt Uschi Boell, Vorstandsmitglied und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. „Nach der Kastration werden die Tiere an der Einfangstelle wieder ausgesetzt und es wird, soweit dort nicht schon vorhanden, eine Futterstelle zur regelmäßigen Versorgung eingerichtet. Zahme Tiere werden vom Tierheim Düsseldorf in ein richtiges Zuhause vermittelt.“

2020 wird ein weiteres Ziel, ein Katzenasyl, realisiert. Der Tierschutzverein Düsseldorf errichtet auf dem von Dorothee von Burgsdorff geschenkten Gelände in Hellerhof das Projekt „TiNa macht Schule“. Der Wunsch der ehemaligen Eigentümerin des alten Hofs war die Errichtung eines Katzenhauses. Nicht vermittelbare Katzen sollten hier einen Platz für ein artgerechtes Leben haben. Dort leben jetzt bis zu 30 Katzen, die im Tierheim keine Chance auf Vermittlung hatten.

„Wir sind aber noch nicht am Ziel“, so Uschi Roell. „Noch immer leben tausende von Katzen im Stadtgebiet, die kein Zuhause haben, zum Teil unkastriert sind und nicht regelmäßig gefüttert werden. Dieses elende Leben mit Hunger, Krankheiten und Nässe und Kälte möchten wir verbessern. Dazu brauchen wir die Mithilfe der Bevölkerung, die uns diese Katzen meldet, damit wir tätig werden können.“ 

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