Alexander Barta, Kapitän der DEG, im Interview

DEG-Kapitän Barta im Interview : „Ziele im Blick“

Er ist der Anführer, der DEG-Kapitän. Top-Scorer mit 30 Punkten in 38 Spielen. Alexander Barta ist aus dem Kader der Rot-Gelben nicht wegzudenken. Der Düsseldorfer Anzeiger sprach mit ihm vor den Duellen Freitag in Augsburg (19.30 Uhr) und Sonntag gegen Iserlohn (14 Uhr, ISS DOME).

Ist das Glas nach dem vergangenen Wochenende halbvoll oder halbleer?

Definitiv halbvoll. Wir haben ein sehr gutes Gefühl. Uns fehlen aktuell einige wichtige Spieler und trotzdem haben wir gegen Nürnberg und Straubing vier von sechs Punkten geholt. Das ist schon gut.

Was denken Sie beim Blick auf die aktuelle Tabelle?

Nicht viel. Wir sind Siebter und wollen mindestens auf Platz sechs, haben vier Punkte Rückstand auf Bremerhaven und ein Spiel weniger gespielt. Das Ziel ist also in Blickweite. Doch dafür müssen wir weiter kontinuierlich punkten.

Gut, dass mit dem Elften aus Augsburg und dem Vorletzten aus Iserlohn jetzt zwei leichte Gegner kommen...

(schmunzelt): Gut, dass Sie das sagen. Auf dem Eis sind auch solche Gegner immer sehr schwer zu besiegen. Im Ernst: Klar, wollen wir Augsburg und Iserlohn schlagen. Aber leicht ist kein Spiel in dieser Liga.

Was erwartet Ihr Team gegen Augsburg?

Ein Super-Stadion mit toller Stimmung. Ich freue mich immer sehr, in Augsburg zu spielen. Aufgrund der Play-off-Serie letzte Saison ist da auch immer noch ein bisschen Extra-Feuer drin.

Sonntag kommt dann Iserlohn...

Zu Hause sollte unsere Zielsetzung sein, zu gewinnen. Aber auch Iserlohn hat Qualität. Sie waren zuletzt etwas besser und sind eine echte Wundertüte – mal stark und mal schwach. Hart und emotionsgeladen wird es in jedem Fall.

Mit Iserlohn verbindet Sie eine besondere Geschichte.

(lacht): In einem meiner ersten DEL-Spiele habe ich als 18-Jähriger mit Berlin eine große Strafe neben Scott Levins, einem unserer harten Jungs, abgesessen. Der ist dann im Hexenkessel von Iserlohn völlig durchgedreht und hat den Fans den Hitlergruß gezeigt. Alle können sich vorstellen, was da los war. Das vergesse ich nie.

Warum würden Sie als Zuschauer Sonntag in den ISS Dome kommen?

Weil wir aktuell die volle Unterstützung brauchen und es ganz sicher ein interessantes Spiel wird. Die Spiele werden jetzt immer enger und härter. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.