Dieses kann selbst bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern falsch abgestellte Fahrzeuge erfassen: Es fotografiert den Wagen, scannt das Kennzeichen und leitet bei Verstößen automatisch ein Bußgeldverfahren ein.
„Wir bauen mit erheblichem Aufwand die Radinfrastruktur in unserer Stadt aus und können nicht dulden, wenn Radwege zugeparkt werden“, so Oberbürgermeister Stephan Keller. „Das nun vorgestellte Scanfahrzeug kann deutlich mehr Kilometer pro Tag überwachen als die Verkehrsüberwachung zu Fuß. So können sich die Kolleginnen und Kollegen auf die Parkraumüberwachung konzentrieren, die derzeit noch nicht automatisiert kontrolliert werden kann.“
Er sei sehr gespannt auf die Ergebnisse der Testphase und hoffe, dass ein derartiges Fahrzeug schon bald dauerhaft in den Regeldienst der Verkehrsüberwachung übernommen werden könne.
Der erste Test fand vergangenen Woche auf einer vordefinierten Strecke in Düsseldorf statt, weitere Probefahrten werden sich anschließen.
Im Gegensatz zu einigen Bundesländern, so etwa in Baden-Württemberg, gibt es in NRW bislang keine rechtliche Grundlage für die automatisierte Kontrolle von Parkscheinen oder digitalen Parkberechtigungen. Entsprechend ist der Einsatz des Fahrzeugs in Düsseldorf derzeit auf Verstöße beschränkt, bei denen ein konkreter Anfangsverdacht – zum Beispiel das Halten im Haltverbot oder auf dem Radweg – gegeben ist.