Das Wahlhilfe-Tool lokal-o-mat „wurde auch mit den Wählern entwickelt“ Neue Perspektiven

Bei überregionalen Wahlen hilft der Wahl-O-Mat bereits Millionen von Menschen, einen schnellen Überblick über die Positionen der antretenden Parteien zu erhalten. Für die Kommunalwahlen im September hat die Wahl-O-Mat-Forschung in Düsseldorf unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Marschall nun einen „lokal-o-mat“ erstellt - natürlich auch für die Landeshauptstadt.

NRW-Kulturministerin Ina Brandes (m.) stellte gemeinsam mit Uni-Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Marschall den lokal-o-mat vor.

Foto: HHU/ David-Luc Adelmann

„Viele Bürgerinnen und Bürger wissen oft nicht genau, über welche Dinge bei einer Kommunalwahl entschieden wird. Der lokal-o-mat möchte da gegensteuern und zur Beschäftigung mit Kommunalpolitik anregen“, erklärt Projektleiter Marschall, zugleich Politikwissenschaftler an der Heinrich-Heine-Uni. „Das Tool macht darauf aufmerksam, dass gerade auf der lokalen Ebene viele wichtige Themen verhandelt werden und dass die Wahl einen Unterschied für das konkrete Leben machen kann. Für die oft unterschätzten Kommunalwahlen möchten wir eine niedrigschwellige Orientierungshilfe bieten.“ Der lokal-o-mat funktioniere wie sein „großer Bruder“, der Wahl-O-Mat, nur mit lokalem Schwerpunkt auf die Stadtratswahlen.

Wählerinnen und Wähler haben in insgesamt zehn Städten (neben Düsseldorf noch in Aachen, Coesfeld, Duisburg, Gütersloh, Haan, Köln, Krefeld, Münster und Witten), die Möglichkeit, auf lokal-o-mat.de die eigenen Positionen zu 30 unterschiedlichen kommunalpolitischen Thesen mit denen der antretenden Parteien und Wählergruppen zu vergleichen.

Im Entstehungsprozess des Tools hat das Forschungsteam nach eigenen Angaben auch die lokalen Besonderheiten der teilnehmenden Städte einfließen lassen. Neben Themen, die in allen Kommunen von zentraler Bedeutung sind, wie die Verkehrsplanung oder Wohnungspolitik, wurden auch Thesen spezifisch auf die einzelnen Städte zugeschnitten. Dazu fand im Vorfeld eine ausführliche Analyse der kommunalen Debatten vor Ort statt. Zusätzlich wurden Jugendliche und junge Erwachsene aus den teilnehmenden Kommunen eingeladen, sich bei einem mehrtägigen Workshop an der Erstellung der Thesen zu beteiligen.

„Uns ist es wichtig, dass der lokal-o-mat nicht nur für die Wählerinnen und Wähler vor Ort entwickelt wird, sondern auch mit ihnen. Gerade junge Menschen haben häufig neue Perspektiven auf die Themen ihrer Stadt, werden allerdings oft nicht ausreichend einbezogen“, beschreibt Jonas Bongartz, Projektkoordinator des lokal-o-mat, das Vorgehen. „Durch die Beteiligung am lokal-o-mat wollen wir sie nachhaltig für lokale Beteiligungsmöglichkeiten sensibilisieren.“ Die finale Themenauswahl decke jedoch nicht nur die Interessen junger Menschen ab, sondern berücksichtige die aller Wahlberechtigten.

Nach einem Faktencheck der beim Workshop erarbeiteten Thesen durch das Forschungsteam, wurden die an der Wahl teilnehmenden Parteien und Wählergruppen gebeten, ihre Positionen zu den Aussagen zu hinterlegen. Dies diene als Grundlage dafür, dass die Nutzerinnen und Nutzer ihre eigenen Ansichten mit denen der politischen Akteure abgleichen können.

NRW-Kulturministerin Ina Brandes kommentierte bei der offiziellen Vorstellung des Tools: „In unseren Städten und Gemeinden wird Politik für die Menschen konkret erfahrbar. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele von ihrem Recht auf Mitbestimmung Gebrauch machen. Mit dem lokal-o-mat unterstützt man die Wählerinnen und Wähler wissenschaftlich fundiert und zugleich spielerisch, die richtige Entscheidung zu treffen.“

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