Woche der Erziehungshilfe vom 1. bis 5. September Jugendhilfeträger kontern den Kanzler

Vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunalwahlen haben sich Düsseldorfer Jugendhilfeträger zusammengeschlossen, um den Blick auf den gesellschaftlichen Mehrwert der Kinder- und Jugendhilfe zu lenken. Anlass ist die vom 1. bis 5. September erstmalig stattfindende Woche der Erziehungshilfe in NRW.

Kampagnen-Motiv der Jugendhilfeträger.

Foto: Kampagne

Mit einer stadtweiten Public-Screen-Kampagne wollen die Düsseldorfer Träger darauf aufmerksam machen, dass erzieherische Hilfen einen nachhaltigen Wert nicht nur für die Betroffenen darstellen, sondern auch für die Gemeinschaft. Hintergrund sind die von Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierten Kostensteigerungen in der Kinder- und Jugendhilfe (siehe Kasten).

„Aufwendungen in der Kinder- und Jugendhilfe sind Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft“, betonen die Träger. „Wir plädieren dafür, an der solidarischen Verantwortung für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen festzuhalten und junge Menschen aktiv zu fördern – nicht als Ausnahme, sondern als Grundprinzip.“

Hilfen zur Erziehung seien kommunale Pflichtleistungen, die Familien in Krisen unterstützen, Kinder und Jugendliche fördern und das Kindeswohl sichern sollen. Dazu gehörten Bildungsförderung, soziale Integration und die Unterstützung der persönlichen Entwicklung. „Dieser Grundsatz dürfe weder reduziert noch ausgehöhlt werden“, so die Initiatoren der Kampagne.

Die Jugendhilfe steht jedoch unter Druck: Steigende Fallzahlen treffen auf begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen. Der Bedarf an qualitativ hochwertigen Angeboten wachse. Gleichzeitig werde die Finanzierung durch die öffentlichen Haushalte in Frage gestellt. Man fordere deshalb eine verbindliche und zukunftssichere finanzielle Ausstattung der Kommunen. Denn der Misere gegenüber würden rechtlich gesicherte Ansprüche sowie der gesellschaftliche Mehrwert der Hilfen stehen.

Ein wesentlicher Teil der Kosten entfalle auf den Ausbau der Kindertagesbetreuung. Auch die Hilfen zur Erziehung verzeichneten steigende Fallzahlen und höhere Ausgaben. Sie leisteten jedoch einen wichtigen Beitrag zum Schutz, der Entwicklung und Teilhabe junger Menschen im Gemeinwesen.

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