Die Stadt fördert effizientere Kühlschränke Gegen Stromfraß

Um den Austausch alter stromfressender Kühlschränke bei Haushalten mit geringem Einkommen zu forcieren, fördert die Stadt Düsseldorf neue effiziente Kühlschränke jetzt mit bis zu 200 Euro pro Haushalt.

Umweltdezernent Kral - „Wirksame Hilfe bieten.“

Umweltdezernent Kral - „Wirksame Hilfe bieten.“

Foto: Stadt Düsseldorf/David Young

Zusammen mit den Förderungen von Bund und Land NRW kann der Zuschuss bis zu 600 Euro betragen. Die Förderung der Stadt ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. Das Budget beträgt 50.000 Euro, reicht also für mindestens 250 neue Kühlgeräte. Beschlossen hat das der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz.

Den Gutschein erhalten Haushalte mit Düsselpass, wenn sie die kostenlose Energiesparberatung des Caritas Energiesparservice in Anspruch nehmen. Mit dem Austausch alter „Stromfresser“ gegen einen neuen Kühlschrank der Energieeffizienzklassen A bis D reduziert der Haushalt seine Stromkosten im Schnitt um etwa einhundert Euro pro Jahr. Die CO2-Einsparung beträgt bei einer Nutzungszeit von acht bis zehn Jahren rund 1,5 Tonnen. Voraussetzung ist, dass der alte Kühlschrank mindestens zehn Jahre alt ist, im Vergleich zu neuer, effizienter Technik deutlich zu viel verbraucht (mehr als 200 Kilowattstunden pro Jahr kWh/a) und fachgerecht entsorgt wird.

„Effiziente Technik spart Geld und Energie. Wir unterstützen Haushalte mit geringem Einkommen, um bei den deutlich gestiegenen Stromkosten wirksame Hilfe zu bieten“, so Umweltdezernent Jochen Kral.

„Bislang nutzt nur knapp jeder dritte Haushalt mit austauschwürdigem Kühlschrank die angebotene Förderung durch Bund und Land. Dieser Anteil soll mit der kommunalen Förderung deutlich gesteigert werden“, ergänzt der Amtsleiter für Umwelt- und Verbraucherschutz, Stefan Ferber.

Je größer der Haushalt, desto höher die Förderung: 200 Euro für eine Person, 300 Euro für zwei Personen, 450 Euro für drei Personen, 550 Euro für vier Personen und ab fünf Personen 600 Euro, wobei Stadt, Land und Bund jeweils rund ein Drittel tragen. Die Caritas hilft ihren Kundinnen und Kunden auch in Bezug auf die Mittel von Bund und Land NRW. Sie werden in Verbindung mit der Förderung durch die Stadt gezahlt. „Wir können mit dem Stromspar-Check gerade kinderreichen Familien beim Energiesparen helfen. Sie brauchen größere Kühlgeräte, die ein knappes Haushaltbudget sehr belasten“, sagt Roland Pareik, Projektleiter des Caritas Energiesparservice.

Der Stromspar-Check ist kostenlos und richtet sich an Menschen, die Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter oder andere Sozialleistungen beziehen, die eine geringe Rente haben oder deren Gehalt unter der Pfändungsfreigrenze liegt. Seit 2008 haben in Düsseldorf mehr als 9.500 Haushalte die Beratung der Caritas genutzt und dabei mehr als zehn Millionen Euro Energie- und Wasserkosten sowie über 16.000 Tonnen CO2 eingespart. Im Zuge der Beratungen wurden bislang über 1.200 Kühlschränke getauscht.

„24 Stunden Action“
Lage am Worringer Platz „spitzt sich zu“ - Antrag im Stadtrat „24 Stunden Action“
Unter hohem Druck
24/7-Dienst: der Kinderschutz rund um die Uhr wird forciert Unter hohem Druck