1. Düsseldorf

Kö Tunnel Düsseldorf Radarkontrolle Raser

Im Kö-Tunnel wird jetzt „geblitzt“ : Abbremsen!

Die neuen Geschwindigkeitsmessanlagen im Kö-Bogen-Tunnel sind in Betrieb genommen worden. Testmessungen hatten zuvor ergeben, dass täglich Hunderte von Fahrzeugen pro Tag zu schnell waren.

Zuvor waren Hinweisschilder an den Einfahrten des Tunnels angebracht worden, die Autofahrer mit der Aufschrift „Radarkontrolle“ auf die Überwachung der Geschwindigkeit hinweisen. Auch war die Anlage nach Angaben der Stadt im Vorfeld geeicht und ausführlich getestet worden. Bei diesen Testmessungen wurde festgestellt, dass gleich mehrere hundert Fahrzeuge täglich die zulässige Geschwindigkeit nicht einhielten. Die Stadt geht davon aus, dass die Fallzahlen durch Bekanntwerden der Überwachung sowie durch die Hinweisschilder sinken und das Befahren des Tunnels somit sicherer wird.

Demnach wird zudem mit den neuen Messanlagen den Anforderungen der „Quantitativen Risikoanalyse gemäß den Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT)“ Rechnung getragen. Gemäß dieser Risikoanalyse ist ein sicherer Betrieb des Kö-Bogen-Tunnels nur gewährleistet, wenn das vorgegebene Tempolimit eingehalten wird. Auswertungen hätten jedoch ergeben, dass Fahrzeugführer regelmäßig 10 bis 15 Stundenkilometer über der maximal zugelassenen Geschwindigkeit von 50 km/h unterwegs sind. Damit die zugelassenen Geschwindigkeiten im Tunnel künftig eingehalten werden, sei der Einbau der Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen daher erforderlich gewesen.

Insgesamt wurden drei Radaranlagen unmittelbar vor der jeweiligen Zusammenführung von Verkehrsströmen, so genannten „Verflechtungsbereichen“, im Kö-Bogen-Tunnel installiert. Die Anbringung der Radaranlagen an diesen Stellen seien notwendig gewesen, um eine optimale Abdeckung und Überwachung zu gewährleisten. Es sei berücksichtigt worden, dass Fahrzeuge beim Spurwechsel sowie aufgrund des starken Gefälles im Tunnel dazu neigen könnten, zu schnell zu fahren – ein aktives Abbremsen bei der Tunneleinfahrt sei daher notwendig, um die zulässige Geschwindigkeit einzuhalten und nicht „geblitzt“ zu werden!