Benefiz-Gala für Ebola-Opfer

Sierra Leone gilt als eines der ärmsten Länder der Erde und leidet mit am schlimmsten unter Ebola. Darum will Abdul-Fadul Kamara seinen Landsleuten mit einer Benefiz-Gala am 7. Februar helfen.

 Abdul-Fadul Kamara veranstaltet im Robert-Schumann-Saal eine Benefiz-Gala für seine von Ebola bedrohten Landsleute in Sierra Leone.

Abdul-Fadul Kamara veranstaltet im Robert-Schumann-Saal eine Benefiz-Gala für seine von Ebola bedrohten Landsleute in Sierra Leone.

Foto: pjj

Schon tausende Menschen sind in Westafrika an Ebola gestorben. Besonders schlimm hat die tödliche Krankheit Sierra Leone erwischt. Darum will der Düsseldorfer Abdul-Fadul Kamara seinem Heimatland mit einer Benefiz-Gala helfen.

"Die Bevölkerung von Sierra Leone kann nicht warten, dass andere helfen. Wir wollen es selbst in die Hand nehmen", sagt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Sierra Leone Community NRW. "Es ist wichtig, mit der Gala ein Signal an die Menschen dort zu senden, dass wir sie nicht vergessen haben."

Für das Bühnenprogramm sorgen am Samstag, 7. Februar, ab 20 Uhr im Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast die Musiker Ricky Shayne, M.AZ, das Ensemble Globus Vocals, Tiken Jah Fakoly und New Life Gospel. Auf der Gästeliste stehen Menschen wie der sierraleonische Botschafter Siaka Stevens, Düsseldorfs OB Thomas Geisel, aber auch Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments.

Ebola sei eben kein rein afrikanisches Problem, erläutert Kamara. Es geht uns auch in Deutschland an: "Ebola ist ein tödliches Virus und in nur sechs Flugstunden ist man in Europa." Darum wirbt der 45-Jährige um Solidarität mit Sierra Leone. Jenem Land, aus dem er 1993 vor dem Bürgerkrieg flüchtete.

Zuletzt reiste Kamara im März vergangenen Jahres in sein Heimatland. Seine Familie ist bislang von Ebola verschont geblieben. So viel Glück hatten nicht alle Sierraleoner. Andere Vereinsmitglieder haben schon Verwandte durch Ebola verloren.

In den Krankenhäusern fehlt es vor allem an Schutzbekleidung und Betten, um den Ebola-Kranken vernünftig helfen zu können. Die Hilfsgüter will Kamara selbst nach Sierra Leone bringen. "Viele Schwestern und Ärzte sind an Ebola gestorben. Die übrigen haben jetzt Angst."

(City Anzeigenblatt Düsseldorf)
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