Fußball-Stars stimmen auf die EM-Spiele 2024 in Düsseldorf ein Die Riesenchance

Nein, in Vertragsverhandlungen mit Fortuna-Sportvorstand Klaus Allofs wollte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller beim Einstimmungs-Abend auf die Fußball-Europameisterschaft 2024 dann doch nicht einsteigen - seine jüngst erzielten fünf Treffer in einer Partie der Fortuna-Traditionself würden nicht ausreichen. Das könnten andere besser. Zwei von ihnen standen derweil neben ihm...

 Stimmten sich auf den EM-Spielort Düsseldorf ein: Philipp Lahm, Klaus Allofs, Celia Šašić, Dr. Stefan Keller und „Das Wunder von Bern“-Regisseur Sönke Wortmann.

Stimmten sich auf den EM-Spielort Düsseldorf ein: Philipp Lahm, Klaus Allofs, Celia Šašić, Dr. Stefan Keller und „Das Wunder von Bern“-Regisseur Sönke Wortmann.

Foto: Stefan Pucks

EM-Turnierdirektor Philipp Lahm, Fußball-Weltmeister 2014 und Bayern-Titelsammler, war mit Turnierbotschafterin sowie Ex-Nationalspielerin und CL-Siegerin Celia Sasic in den Innenhof des Rathauses gekommen. Weniger als zwei Jahre vor dem Anpfiff in Deutschland (14. Juni - 14. Juli) gab das Duo in einem der zehn Spielorten Auskunft über den Stand der Vorbereitungen und ihre ganz persönlichen Wünsche für die EM.

Lahm nimmt direkt kein Blatt vor den Mund: „Gerade nach der hinsichtlich Menschenrechte und Nachhaltigkeit umstrittenen WM-Vergabe nach Katar haben wir in zwei Jahren eine Riesenchance, als offenes und demokratisches Land ein solches Turnier mit weltweiter Beachtung auch unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten zu meistern.“ Es gehe, wie er fest glaubt, vom Fußball noch immer eine große gesellschaftliche Kraft aus, um Werte wie Chancengleichheit, Fairness und Integration. „Das könnte dann auch über 2024 hinaus wirken.“

Sasic ergänzt: „Das soll mehr als nur ein Fußball-Turnier werden. Wir stellen uns die Fragen: ‚Was bleibt für die Gesellschaft, was bleibt für uns?‘ Wir wollen ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, das in den Vereinen auch die ehrenamtliche Betreuung und Unterstützung erreicht - und auch die Jüngeren wieder und weiter fest an uns bindet.“

OB Keller versteht den Besuch der Fußball-Prominenz als „ein Startzeichen für eine breite Beteiligung der Stadtgesellschaft.“ Er sagt: „Wir wollen die Wirtschaft, Verbände, Vereine und die Kirchen einbinden, Freiwillige für die Teilnahme begeistern. Die EM-Atmosphäre soll in der ganzen Stadt zu spüren sein.“

Geplant sind ein zentrales Fußball-Camp auf dem Burgplatz, „public-viewing“ mit rund 8000 Menschen auf dem Unteren Reinwerft und ein Fan-Dorf vor dem Schauspielhaus. „Um die EM zu einem Düsseldorfer Fußballfest zu machen, läuft ab Herbst eine Beteiligungsinitiative für die Menschen in Düsseldorf an, so Keller. Online können dann Wünsche geäußert werden, die zu einem erfolgreichen EM-Turnier in der Landeshauptstadt beitragen könnten.

Und damit das auch wirklich klappt, stand beim EM-Einstimmungabend ein Mann etwas zurückhaltend im Hintergrund: Sönke Wortmann - Regisseur des deutschen Fußball-Films überhaupt - „Das Wunder von Bern“.

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