Schutz vor Einbruch: Beratungsstelle der Polizei Düsseldorf gibt Tipps

Prävention gegen Einbruch : Fenster und Türen richtig abgesichert?

Taschendiebstähle, Telefon-Trickbetrüger und Wohnungseinbrüche – es gibt Verhaltenstipps, die dabei helfen können, kein Opfer von Straftaten zu werden. Das Kriminalkommissariat „Kriminalprävention/Opferschutz“ der Düsseldorfer Polizei setzt sich dafür ein, Straftaten zu reduzieren. In unserer Serie „Straftaten vorbeugen“ stellen wir die kriminalpräventive Arbeit und die jeweiligen Ansprechpartner der Polizei vor. Weiter geht es mit Kriminalhauptkommissar Volker Schwätzler. Er berät zum Thema Einbruchsschutz.

Der Urlaub steht vor der Tür, die Koffer sind gepackt, die Reise kann beginnen. Damit die Erholung auch nach dem Urlaub nicht abrupt endet, weil in die Wohnung oder das Haus eingebrochen wurde, sollte man seine eigenen vier Wände ordentlich absichern, bevor man sich auf den Weg macht. Kriminalhauptkommissar Volker Schwätzler hilft dabei. Er kennt die Tricks der Langfinger und gibt in der Beratungsstelle an der Luisenstraße Tipps, wie man das Risiko eines Einbruchs mindern kann.

Zunächst: die Einbruchszahlen in Düsseldorf sind deutlich rückläufig. Gegenüber dem Stand von 2015 (3.108 Taten) konnten die Fallzahlen um über 60 Prozent gesenkt werden. Fast die Hälfte der im Jahr 2018 angezeigten 1.235 Taten waren Versuche. „Statistisch gesehen sind Einbrecher in den Sommerferien nicht allzu aktiv, aber sie agieren das gesamte Jahr über und werden aufmerksam, wenn einiges auf die Abwesenheit der Bewohner hinweist“, erklärt Volker Schwätzler. Deswegen ist eine gute Sicherung von Wohnungen und Häuser das ganze Jahr über wichtig.

Ob im Winter oder Sommer – ein Einbruch ist für Betroffene immer ein unangenehmer Eingriff in die Privatsphäre. Viele Einbruchsopfer haben oftmals mehr mit den psychischen Folgen zu kämpfen als mit den materiellen. „Deswegen sollte man es den Kriminellen schwer machen, überhaupt erst in die Wohnung oder das Haus zu gelangen“, rät der Sicherheitsexperte.

Damit die Einbrecher nicht so schnell zum Zuge kommen, hier einige Tipps der Polizei:

  • Bitten Sie Nachbarn oder Verwandte, sich um die Leerung des Briefkastens zu kümmern. Überquellende Briefkästen und stapelweise Zeitungen sind ein deutliches Zeichen für die Abwesenheit der Bewohner.
  • Schließen Sie Türen und Fenster, auch Keller und Garagentore nicht vergessen.
  • Rollläden bieten weder Schutz, noch sollten sie während des Urlaubs ständig heruntergezogen sein. Verwenden Sie Zeitschaltuhren, sodass sich die Rollläden zu Beginn der Dämmerung schließen, oder bitten Sie einen Nachbarn, sich morgens und abends darum zu kümmern.
  • Balkontüren und Fenster sollten über mechanische Sicherungen verfügen. Je länger der Täter für das Öffnen braucht, desto eher wird er davon ablassen, weil die Gefahr, dabei ertappt zu werden, zu hoch ist. Im Erdgeschoss und in der ersten Etage sollten die Wohnungs-, Balkon- und Terrassentür und die Fenster gesichert sein. Hier eignen sich Querriegel, mehrfach abschließbare Schlösser und Zusatzschlösser an Fenstern, die das Aufhebeln erschweren. „Abschließbare Fenstergriffe ergeben nur Sinn, wenn ein Verschlusssystem mit Pilzköpfen vorhanden ist. Sonst lässt es sich trotzdem aufhebeln“, so Schwätzler.
  • Deponieren Sie Schmuck und Wertgegenstände in einem Safe oder Schließfach. Machen Sie von allen wertvollen Gegenständen Fotos.

Volker Schwätzler und seine Kollegen in der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle auf der Luisenstraße 2 beraten individuell und kostenlos. Während der Öffnungszeiten, Montag bis Freitag in der Zeit von 9 Uhr bis 16 Uhr und jeden ersten und dritten Samstag in der Zeit von 8.30 Uhr bis 14 Uhr, können Privatpersonen und auch Unternehmer, am besten mit Fotos der eigenen Fenster- und Türbeschläge, ohne Termin zur Beratung kommen. Bauherren und Sanierer sollten aber vorab einen Termin vereinbaren. „Am besten schon in einem frühen Baustadium. So können wir uns gemeinsam die Pläne anschauen. In Einzelfällen machen wir auch Hausbesuche“, sagt Schwätzler. Übrigens: Einbruchsschutz kann staatlich bezuschusst werden. Telefonisch sind die Kriminalbeamten unter der Rufnummer 0211-8706868 zu den oben genannten Zeiten zu erreichen.

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