In Düsseldorf findet am 6. Juli zum zweiten Mal der Megamarsch statt.

„Megamarsch“ in Düsseldorf : Wandern extrem

Der sogenannte „Megamarsch“ findet mittlerweile in 13 Großstädten sowie auf der Insel Sylt statt. Während die österreichische Kapitale Wien in diesem Jahr ihre „Megamarsch“-Premiere erlebt, ist Düsseldorf bereits zum zweiten Mal dabei.

Im vergangenen Jahr gingen in der Landeshauptstadt 1.000 Teilnehmer an den Start. 2019 stellen sich doppelt so viele der Herausforderung: Es gilt, 50 Kilometer zu Fuß zu bewältigen. In maximal 12 Stunden. Ein Otto-Normal-Wanderfuchs schafft zwischen 4,2 und 6 Kilometern pro Stunde. Damit sich die 2.000 Starter nicht gegenseitig auf den Füßen stehen, hat man sie in drei Gruppen aufgeteilt. Die ersten gehen um 8 Uhr an den Start, die anderen beiden Gruppen folgen im Abstand von einer halben beziehungsweise einer Stunde. Los geht es an der Messe Düsseldorf. Von dort aus führt der Weg die Extrem-Wanderer zunächst gen Norden, am Ufer des Rheins entlang, bis Kaiserswerth, dann weiter über Kalkum, Ratingen, Gerresheim, Erkrath und den Unterbacher See zum Ziel. Letzteres liegt am Sportplatz der TSG Benrath. Dort bekommen die, die durchgehalten haben, neben Medaille und Urkunde auch ein wohlverdientes Finisher-Bier. Die Veranstalter gehen übrigens davon aus, dass 85 Prozent aller Gestarteten es innerhalb von maximal 12 Stunden auch ins Ziel schaffen. Für jene, die früher aufgeben müssen, gibt es für 20, 30 und 40 bewältigte Kilometer aber ebenfalls eine Urkunde. Hier ist also jeder ein Sieger.

Unterwegs haben die Veranstalter Verpflegungsstationen aufgebaut. Vier an der Zahl, jeweils im Abstand von zehn Kilometern. Dort werden neben gezuckertem Tee, Kaffee und Brühe unter anderem Bananen gereicht, die nicht nur echte Sattmacher sind, sondern auch die Muskelfunktion verbessern. Äpfel gelten ebenfalls als Fitmacher und liefern den Extrem-Gehern zudem zusätzliche Flüssigkeit. Müsliriegel und Milchbrötchen gibt es ebenfalls, für Fleischesser außerdem Salami, also reichlich Eiweiß, Zink und Eisen. Zudem können die Starter an den Verpflegungsstationen ihre Trinkflaschen auffüllen, denn natürlich gilt bei einer solchen Strapaze, was ohnehin im Hochsommer Standard sein sollte: trinken, trinken, trinken!

An allen vier Verpflegungsstationen sind auch Sanitäter anwesend, die den Teilnehmern der Veranstaltung bei leichteren Verletzungen wie Blasen, Schwellungen oder Ähnlichem helfen können. Darüber hinaus sind auch mobile Sanitäter auf der Strecke unterwegs und via Mobiltelefon erreichbar.

Überhaupt wird Sicherheit bei der Veranstaltung groß geschrieben. Starten darf man erst ab 18 Jahren. Für jeden Teilnehmer ist eine Lampe, empfohlen wird eine Stirnlampe, und ein Mobiltelefon Pflicht. Empfohlen wird das Wandern in einer Gruppe: So könne man sich notfalls gegenseitig helfen und sich nicht zuletzt auch gegenseitig motivieren. Der Weg ist beschildert, der Veranstalter empfiehlt aber, ein GPS-Gerät bei sich zu haben und die Strecke vorab downzuloaden, sodass man sie auch offline zur Verfügung hat. Scheint so, als hätten sie an alles gedacht. Jetzt muss nur noch der Körper mitspielen. Und einen Soundtrack für den Weg braucht es natürlich. Wir empfehlen Nancy Sinatras „These Boots Are Made For Walkin“.

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