Paulsmühlenstraße in Benrath Spielplatz-Sanierung dauert noch bis Juli

Wo sonst bei (fast) jedem Wetter überwiegend Vorschulkinder ihre Sandkuchen backen oder vor- wie rückwärts rutschen üben, sind schon seit Wochen Absperrgitter aufgebaut. Doch auf dem Spielplatz, ganz hinten in der Paulsmühlenstraße, stecken weder böser Wille noch Willkür hinter dem Spielverbot. Barbara Rudnick hat für den „Benrather“ nachgefragt, was da vor sich geht.

 Florian Meyers (r.) neben seinem Kollegen Bastian Schmidt, beide 2. Lehrjahr Garten- und Landschaftsbau: „In diesem Sandkasten habe ich tatsächlich schon als Kind gespielt. Und mit dem gelben Bagger kann ich heute arbeiten, das macht schon Spaß!“

Florian Meyers (r.) neben seinem Kollegen Bastian Schmidt, beide 2. Lehrjahr Garten- und Landschaftsbau: „In diesem Sandkasten habe ich tatsächlich schon als Kind gespielt. Und mit dem gelben Bagger kann ich heute arbeiten, das macht schon Spaß!“

Foto: Barbara Rudnick

Statt blühender Büsche ringsum nur noch Strünke, alle Spielgeräte abgebaut, der leere Sandkasten wie ein aufgegebenes Schwimmbecken: Das ist kein schöner Anblick – aber eine Baustelle. Der städtische Ausbildungsbetrieb Garten- und Landschaftsbau macht hier keine halben Sachen, sondern schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. „Bei Spielplätzen ist turnusgemäß etwa alle 30 Jahre eine gründliche Sanierung angesagt. Da lernen die Azubis vom Einmessen der Pläne ins Gelände bis zur Neubegrünung sämtliche Schritte, die zu so einem Projekt gehören“, freut sich Ausbildungsleiterin Petra Schmid.

Sie sorgt beim Gartenamt für die Auslastung der sechs fest angestellten und zwölf auszubildenden Garten- und Landschaftsbauer. Drei Jahre Lehrzeit sind vollgepackt mit Praxis, von Erdarbeiten, Pflastern und Mauern bis Gehölzschnitt und Gartenplanung. Warum bei den jeweils vier Azubis pro Lehrjahr keine Frau ist? „Die Bewerberinnen springen meist ab, wenn ihnen die hohen körperlichen Anforderungen bewusst werden“, meint Schmid dazu.

Natürlich spielen auch botanisches Wissen und das Gestalten mit Pflanzen eine Rolle. Wenn wie hier auf gerade mal 680 Quadratmetern „ein attraktives Spielangebot mit hoher Aufenthaltsqualität“ geschaffen werden soll, so die städtische Vorgabe, dann ist echtes Knowhow gefragt. Dafür wird der Sandkasten anstelle der alten Holzeinfassung mit einer dunkelroten, abgerundeten Klinkermauer umgeben, dazu ein „Backtisch“ integriert. Die beiden Bänke und ein Papierkorb werden erneuert und die Randbereiche neu bepflanzt. Bis Ende Mai kommen die Spielgeräte: eine Zweifachschaukel, zwei Wippgeräte, ein Spielturm mit Rutsche und auf der kleinen Wiese ein neuer Balancierweg. Danach muss noch der Rasen wachsen - gemäß Planung bis Juli.

So lange müssen Pänz und Anwohner sich noch gedulden, bis auf dem erneuerten Spielplatz wieder ganz frische Sandkuchen gebacken werden können.

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