Start für Solaroffensive an Schulgebäuden Flächendeckend

Düsseldorf startet eine Solaroffensive an Schulgebäuden und Kindertagesstätten: Im Rahmen des Schulausschusses hat Stadtdirektor Burkhard Hintzsche jetzt ein Umsetzungskonzept für die flächendeckende Ausstattung mit Photovoltaikanlagen vorgestellt.

Die Carl-Benz-Realschule ist bereits mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Schulleiterin Bettina Peiffer mit Schülerinnen und Schülern auf dem Dach des Gebäudes an der Lewitstraße.

Die Carl-Benz-Realschule ist bereits mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Schulleiterin Bettina Peiffer mit Schülerinnen und Schülern auf dem Dach des Gebäudes an der Lewitstraße.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

„Im Rahmen der Solaroffensive haben wir die Dächer der Schulen und Kitas im gesamten Stadgebiet geprüft und statten diese überall, wo es möglich ist, mit Solaranlagen aus. Die Realisierung ist bis 2030 vorgesehen und ein zentraler Baustein in unserem Vorhaben, bis 2035 klimaneutral zu werden“, so Hintzsche. Die Nachrüstung durch Photovoltaikanlagen könne aktuell an insgesamt 282 Dächern durchgeführt werden. Darüber hinaus werde auch bei allen zukünftigen Baumaßnahmen untersucht, ob die Installation einer Photovoltaikanlage möglich ist.

Hintergrund:

Im Rahmen der Solaroffensive wurden insgesamt 342 Schulen und Kitas untersucht. 43 der untersuchten Standorte sind bereits mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, an weiteren 38 Standorten wird aktuell eine Anlage installiert. An den verbleibenden 261 Standorten, bestehend aus 1.191 Dachflächen, sind 363 Dachflächen verschattet und somit für die Maßnahme ungeeignet. Die verbliebenen 828 Dachflächen wurden nach großen Flächen und idealem Solarpotential gefiltert. Nach dieser Analyse können insgesamt 282 Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Die Dächer wurden in 13 Pakete aufgeteilt, priorisiert wird die Umsetzung an großen Dachflächen mit viel Solarpotential.

Jedes der festgelegten Pakete durchläuft drei Bearbeitungsphasen: Zunächst findet eine interne Vorsondierung statt, in der unter anderem eine erste Einschätzung der Bausubstanz und der vorhandenen Statik durchgeführt wird. Im nächsten Schritt wird eine Machbarkeitsstudie durch einen externen Umsetzer durchgeführt, in der beispielsweise die Koordination durch einen Architekten, die Betrachtung des Brandschutzes sowie die technische Gebäudeausstattung Berücksichtigung finden. In der dritten Phase wird das Paket schließlich umgesetzt. Die Beauftragung für Machbarkeitsstudie des ersten Pakets ist bereits erfolgt und wird im ersten Quartal 2024 in den Gremien vorgestellt.

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