Freiwillige Feuerwehr Kaiserswerth kann 2025 ihre neue Wache beziehen Von Bohrpfählen gestützt

In Kaiserswerth läuft der Neubau für die Wache der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Baufeld An Sankt Swidbert/ Niederrheinstraße. Er wird die bisherige Wache an der Friedrich-von-Spee-Straße 38 ersetzen, bei der die notwendige Erweiterung und Modernisierung nach Stadtangaben weder baurechtlich noch wirtschaftlich sinnvoll zu realisieren war.

Neubau der Feuerwache Kaiserswerth am Standort An Sankt Swidberg/ Niederrheinstraße. Fotos: Stadt/ Amt für Gebäudemanagement

Neubau der Feuerwache Kaiserswerth am Standort An Sankt Swidberg/ Niederrheinstraße. Fotos: Stadt/ Amt für Gebäudemanagement

Foto: Stadt Düsseldorf

„Der neue Standort garantiert der Freiwilligen Feuerwehr, der ich für ihren unermüdlichen und selbstlosen Einsatz ausdrücklich danken möchte, eine optimale Erreichbarkeit für den gesamten Wirkungskreis“, so Oberbürgermeister Stephan Keller: „Das Gebäude erfüllt nicht nur alle Erwartungen zur Nachhaltigkeit, sondern wird nun auch allen modernen Anforderungen an eine sichere und effiziente Feuerwache gerecht - für reibungslose Ausübung dieses für unsere Gemeinschaft wichtigen Ehrenamtes.“

Der funktionale und nachhaltige Neubau berücksichtigt auf drei Ebenen eine Fahrzeughalle für fünf Einsatzfahrzeuge, geschlechterspezifische Umkleide- und Waschräume für die Einsatzkräfte sowie einen Schulungsraum für die Jugendfeuerwehr. Aus der Lage in einem Hochwasserrisikogebiet und der nicht tragfähigen Bodenbeschaffenheit hätten sich für den Neubau besondere bauliche Anforderungen ergeben. Daher wird das Gebäude zur Gründung punktuell auf Bohrpfähle gestützt und das gesamte Untergeschoss als wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion, eine sogenannte weiße Wanne, ausgebildet.

 Herbert Goldbrunner, Einsatzleiter FFW Kaiserswerth, beim Spatenstich.

Herbert Goldbrunner, Einsatzleiter FFW Kaiserswerth, beim Spatenstich.

Foto: Stadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Das Amt für Gebäudemanagement orientierte sich bei der Planung - entsprechend dem Ziel der Klimaneutralität Düsseldorf bis 2035 - an „hohen Bau- und maximalen Nachhaltigkeitsstandards“. So ist die Verwendung eines Kohlenstoffdioxid-optimierten Betons ebenso vorgesehen wie die Nutzung nachwachsender Naturrohstoffe, insbesondere bei der Ausführung des Tragwerks und der Wandkonstruktionen im Erd- und Obergeschoss in Holzbauweise. Darüber hinaus erfolge der Einbau recyclingfähiger Dämmstoffe. Es seien zudem Dach- und Fassadenbegrünungen berücksichtigt.

Die als Pilotprojekt bei der Planung angewandte Methode Building Information Modeling (BIM) ermöglicht den städtischen Angaben zufolge die detaillierte Betrachtung von Kohlenstoffdioxid-Vermeidungsstrategien über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Rund 800 Tonnen Kohlenstoffdioxid könnten im Vergleich zu einem herkömmlichen Neubau durch die für die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth gewählte durchweg nachhaltige Bauweise über den Lebenszyklus des Gebäudes eingespart werden.

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