Düsseldorfer EVK-Hospiz feiert Jubiläum

„Weil jeder Tag wertvoll ist“ : Das EVK-Hospiz feiert Jubiläum

Mit einer großen Geburtstagsfeier in der benachbarten Friedenskirche feierte das Hospiz am EVK Düsseldorf jetzt 25-jähriges Jubiläum. Das beziehungsreiche Motto lautete: „Weil jeder Tag wertvoll ist.“

1994 begann die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf mit dem Aufbau hospizlicher Angebote. Zunächst nahm im Februar 1994 das ambulante Hospiz seinen Betrieb auf. Mit einem Dienstfahrrad fuhren die Pflegenden zu den Patienten nach Hause, um sie dort zu versorgen.

Ein halbes Jahr später war der Neubau direkt gegenüber dem Eingang des Krankenhauses fertig und das erste Hospiz in Düsseldorf startete mit 13 Betten. Am 14. November 1994 wurde die erste Patientin stationär im Irmela-Roell-Haus in der Kirchfeldstraße 35 aufgenommen. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der Düsseldorfer Familie Roell-Jagenberg und durch das mutige Engagement der Stiftung, ein Hospiz in Düsseldorf zu gründen.

Seit 2006 leitet Dr. Susanne Hirsmüller das Hospiz in der Kirchfeldstraße. Ihr Team aus 25 haupt- und 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für die Patienten da. Sie sorgen dafür, dass die Patienten mit größtmöglicher Lebensqualität und Selbstbestimmung bis zuletzt leben können. Bis heute haben mehr als 3.000 Schwerstkranke und Sterbende in der wohnlichen Geborgenheit des Hospizes ihre letzte Lebenszeit verbracht. Mehr als 50 Prozent der Patienten sind weniger als zwei Wochen im Hospiz, manche auch nur einen Tag. Aber in den all den Jahren gab es immer wieder auch welche, die mehrere Monate dort lebten und auch solche, die wieder nach Hause gehen konnten.

Seit 1994 wurden zudem über 2.600 Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu Hause unterstützt. Ebenso stand das Hospizteam mehr als 10.000 Angehörigen beratend und begleitend zur Seite. Seit 2012 ist aus dem ehemals ambulanten Hospiz der Stiftung das Pallia-
tive Care Team (PCT), der spezialisierte ambulante Palliativdienst, entstanden. Das PCT kümmert sich um Sterbenskranke zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Das stationäre Hospiz und das PCT sind die tragenden Pfeiler des Palliativnetzwerkes der Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf.

„In den vergangenen Jahren haben wir mit einer Reihe von Partnern in Düsseldorf ein gut funktionierendes Netz von Hospiz- und Palliativeinrichtungen geschaffen, so dass wir viele Menschen und ihre Angehörigen in dieser schweren Phase ihres Lebens gut begleiten können“, so Dr. Susanne Hirsmüller. „Wir werden weiterhin intensiv daran arbeiten, damit Sterbende in Düsseldorf gut versorgt sind.“ Dazu gehört auch, den Hospizgedanken und die Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer mit Veranstaltungen in die öffentliche Diskussion zu bringen. So ermöglicht das Hospiz jungen Menschen, Hospizarbeit kennenzulernen: Mehr als 60 Schüler, Hospitanten, Praktikanten und FSJler konnten bereits Einblicke in Arbeit gewinnen.

Zudem gibt es seit 2005 die Kampagne „Verbündete“. Auch sie hat das Ziel, der Hospizidee sowie den Themen Sterben und Tod ein öffentliches Forum zu bieten. Seit 14 Jahren übernehmen deshalb Düsseldorfer Persönlichkeiten die einjährige Schirmherrschaft. Im Jubiläumsjahr sind es die Düsseldorfer Symphoniker, die sich für das Hospiz stark machen.

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