„StraZi“ macht im Stadtrat Schluss Standfest

Fast 25 Jahre hat sich Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) in der Düsseldorfer Kommunalpolitik engagiert, jetzt legte die streitbare wie originelle Politikerin ihr Ratsmandat nieder. „StraZi“, so ihr Spitzname, macht Schluss im Stadtrat.

OB Stephan Keller verabschiedet Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit einem Empfang im Rathaus offiziell aus der Kommunalpolitik.

OB Stephan Keller verabschiedet Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit einem Empfang im Rathaus offiziell aus der Kommunalpolitik.

Foto: Stadt Düsseldorf/ Michael Gstettenbauer/Stadt Düsseldorf / Michael Gstettenbauer

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller verabschiedete die FDP-Politikerin mit einem Empfang im Rathaus offiziell aus der Kommunalpolitik, würdigte die scheidende Ratsfrau, die unter anderem von 2008 bis 2014 als Erste Bürgermeisterin tätig war, für ihr Wirken: „Mit Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann verlässt ein Urgestein den Düsseldorfer Rat. Ich werde ihre launige, humorvolle und teils auch freche Art vermissen“, so Keller. Pointiert habe „StraZi“ die Sitzungen im Stadtparlament kommentiert und Zwischenrufe ihrer Gegner schlagfertig pariert. „Dabei war sie selbst kein bisschen leise, auch wenn sie gerade nicht das Wort hatte.“ Der Oberbürgermeister wünschte Strack-Zimmermann für ihren weiteren politischen Weg in Berlin alles Gute und überreichte zur Erinnerung an die Zeit im Düsseldorfer Rathaus einen Plexiglas-Radschläger.

Die FDP-Politikerin ist mittlerweile seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und steht dort als Vorsitzende aktuell dem Ausschuss für Verteidigung vor. In dieser Position zieht sie seit Beginn des Ukraine-Krieges auch die nationale Aufmerksamkeit auf sich, stand sie doch von Anfang an mit an der Spitze derjenigen PolitikerInnen, die schnelle und weitreichende Waffenlieferungen an das angegriffene Land forderten. Eine Haltung, die ihr auch massive Kritik einbrachte, was jedoch nicht dazu führte, dass sie ihren Standpunkt relativierte. Diese Standfestigkeit demonstrierte sie u.a. auch im Interview mit dem Düsseldorfer Anzeiger Anfang 2022, als sie den Geist der so genannten „Corona-Spaziergänger“ nachdrücklich verurteilte.

Ihre lokalpolitische Laufbahn begann in der Bezirksvertretung des Stadtbezirks 7, der sie von 1999 bis 2004 angehörte. Von 2004 an war sie Mitglied im Düsseldorfer Stadtrat. Davon 2005 bis 2009 und 2014 bis 2017 als Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, von 2008 bis 2014 eben auch als Erste Bürgermeisterin der Landeshauptstadt.

Parallel zum Rat war sie zudem Mitglied in zahlreichen städtischen Ausschüssen wie dem Haupt- und Finanzausschuss, dem Ausschuss für Stadtentwicklung oder dem Jugendhilfeausschuss.

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