1. Düsseldorf

Haus des Jugendrechts Düsseldorf Polizei Kriminalität

Einsatz gegen jugendkriminelle Karrieren : Klare Grenze

Es gibt unterschiedliche Aufgaben, aber ein gemeinsames Ziel: Der Verfestigung krimineller „Karrieren“ junger Menschen in Düsseldorf entgegenwirken. Die Initiatoren des Projekts haben jetzt das „Haus des Jugendrechts“ eröffnet.

Bedienstete des für Jugendkriminalität zuständigen Kriminalkommissariats, des Polizeipräsidiums , der Jugendhilfe der Stadt  und der Staatsanwaltschaft Düsseldorf haben im Fokus, straffällig gewordenen jugendlichen Intensivtätern schnell und konsequent klare Grenzen aufzuzeigen, sie enger zu kontrollieren und sie zugleich in ihrer persönlichen und sozialen Lage zu unterstützen.

„Behördenübergreifend und Hand in Hand zusammenarbeitend, so können junge Tatverdächtige, die eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Straftaten begehen, eher auf den richtigen Weg gebracht werden“, sagte NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach bei der Eröffnung des „Hauses des Jugendrechts“ an der Heinrich-Heine-Allee 1. „Damit kann sich die Sicherheitslage in der Landeshauptstadt verbessern und das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung gestärkt werden.“ Der gegenseitige Austausch ermögliche den am Jugendstrafverfahren beteiligten Akteuren, schnell und gezielt auf diese jungen Menschen einzuwirken und ihnen realistische Perspektiven aufzuzeigen.  Limbach: „Jugendliche von heute sind die Erwachsenen von morgen. Wir müssen uns ihrer besonders annehmen.“

Limbachs Kabinettskollege, NRW-Innenminister Herbert Reul, meinte: „Mit der Eröffnung dieses Hauses  schaffen wir neben der Initiative ‚Kurve kriegen‘ einen weiteren Baustein zur Bekämpfung der Kinder und Jugendkriminalität in Düsseldorf.“ Das Konzept habe sich in anderen Städten bereits als Erfolgsmodell bewährt. „Ziel ist es, Tische zusammenzurücken, Kernkompetenzen miteinander zu verbinden und angehende kriminelle Karrieren frühzeitig zu beenden.“

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Bisher existierten schon an sechs NRW-Standorten entsprechende Kooperationen von Polizei, Kommune und Justiz in einem Haus des Jugendrechts. Düsseldorf ist nun der siebte neben Köln, Paderborn, Dortmund, Essen, Oberhausen und Münster. Schon seit vielen Jahren führen die beteiligten Partner sogenannte Fallkonferenzen durch, in denen Straftaten junger Menschen und deren Umfeld aus allen Blickwinkeln betrachtet werden, um so den bestmöglichen Weg für die gefährdeten Betroffenen aus der Kriminalität zu finden. Das werde jetzt noch schneller und unkomplizierter möglich sein, weil die Kooperationspartner ihre Aufgaben in ihrem Funktionsbereich eigenständig, aber unter einem Dach wahrnehmen würden. Die enge Zusammenarbeit ermögliche es auch, neue Trends in der Jugendkriminalität schneller zu erkennen und frühzeitig bei der Präventionsarbeit zu berücksichtigen.

Das „Haus des Jugendrechts“ solle zudem ein Ort sein, der sich anderen wichtigen Bereichen des Rechtssystems verpflichtet fühle, etwa der Beratung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern in rechtlichen Fragen.