Von der einfachen Art, Menschen das Leben zu retten Blutige Solidarität

Jährlich werden alleine an der Uni-Klinik Düsseldorf, dem größtem Krankenhaus der Stadt, rund 60.000 Blutpräparate benötigt. Dort ruft man jetzt  - nach traditionell spendenarmen Sommermonaten - zur Blutentnahme auf.

 Dr. Johannes Fischer (l.), Leiter der UKD-Blutspende, im Gespräch mit OB Dr. Stephan Keller - „Eine einfache Möglichkeit, Solidarität zu zeigen.“

Dr. Johannes Fischer (l.), Leiter der UKD-Blutspende, im Gespräch mit OB Dr. Stephan Keller - „Eine einfache Möglichkeit, Solidarität zu zeigen.“

Foto: UKD

Es sind beeindruckende Zahlen: Vier von fünf Menschen in Deutschland sind mindestens einmal in ihrem Leben auf eine Blutspende oder Produkte, die aus einer Blutspende gewonnen werden, angewiesen. Viele Operationen und Therapien können nicht durchgeführt werden, wenn zu wenige Blutkonserven verfügbar sind.

Traditionell sinkt die Bereitschaft zur Blutspende in den Sommermonaten – Gründe können Hitze, Heuschnupfen oder auch Fernreisen sein, die für eine gewisse zeitliche Rückstellung von der Blutspende sorgen können. An Düsseldorfs größtem Krankenhaus, der Uni Klinik (UKD), werden dennoch jährlich etwa 60.000 Blutpräparate benötigt. Der überwiegende Teil der Blutpräparate wird für die Behandlung von Krebspatientinnen und –patienten sowie bei Operationen oder schweren Unfällen benötigt.

Die Blutspendezentrale am UKD ruft daher generell zum Spenden auf. Dabei wurden sie nun von Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller unterstützt: „Jeder von uns kann in die Situation kommen, auf Blutkonserven angewiesen zu sein. Daher unterstütze ich den Appell gerne und rufe alle Menschen auf, die können: Gehen Sie Blutspenden! Es ist die einfachste Art einem Menschen das Leben zu retten“, so Keller bei dem Vorort-Termin

Dr. Johannes Fischer, Leiter der UKD-Blutspende, mahnt: „Ohne genug Blutspenden können lebenswichtige Operationen und Behandlungen nicht durchgeführt werden. Wir rufen daher eindringlich zur Blutspende auf. Eine Blutspende bietet eine sehr einfache Möglichkeit, Solidarität zu zeigen und erkrankten Menschen eine Therapie zu ermöglichen.“

Die UKD-Blutspendezentrale hat für Spenderinnen und Spender besondere Anreize geschaffen: Für Neuspender gibt es einen Kinogutschein, ab der zweiten Spende erhält man eine finanzielle Aufwandsentschädigung. Zudem hat man ein Bonussystem eingeführt. Einmalig innerhalb von 12 Monaten werden Dauerspender für ihre Treue mit einem Bonus von 25 Euro belohnt – Frauen bei der dritten Vollblutspende, Männer bei der vierten Vollblutspende.

Spenden kann jeder Erwachsene zwischen 18 und 59 Jahren (Dauerspender bis 68 Jahre) mit einem Mindestgewicht von 50 kg. Die Spenderinnen und Spender müssen völlig gesund sein und dürfen bis auf wenige Ausnahmen keine Medikamente eingenommen haben. Vor einer Spende sollte gut gegessen und ausreichend getrunken werden. Bitte einen gültigen Personalausweis oder Reisepass (inkl. Meldebescheinigung) mitbringen. Führerscheine werden nicht mehr akzeptiert. Einige Auslandsreisen sorgen für einen zwischenzeitlichen Ausschluss von der Blutspende. Informationen zu potentiellen Ausschlusskriterien gibt es auf der Homepage der UKD-Blutspende (www.uniklinik-duesseldorf.de/blutspende).

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