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Stadtrat-Bündnis will „dringend gebotene Orientierungshilfe“ : Energiekostenkrise - Info-Portal soll helfen

Das Stadtrat-Bündnis aus CDU und Grünen beantragt in der Ratssitzung am 8. September die „rasche Einrichtung eines städtischen Online-Portals mit Informationen über Unterstützungen in der Energiekostenkrise.“ Bürgerinnen und Bürger sollen dort erfahren, welche finanziellen Hilfen und Beratungsangebote sie in Anspruch nehmen können, heißt es in dem Papier.

Dabei soll das Portal ausdrücklich auch Menschen in den Blick nehmen, die bislang noch keine Sozialleistungen beziehen, aber wegen gestiegener Miet- und Heizkosten im Einzelfall einmalig oder dauerhaft anspruchsberechtigt sein können. Zudem solle das Info-Portal in Lotsen-Funktion auf die Internetseiten von städtischen Ämtern, Bundes- und Landesbehörden, Wohlfahrtsverbänden aber auch Anbieter wie Stadtwerke, Verbraucherzentrale und Energie- und Schuldnerberatung verweisen.

Das beantragte Internetangebot nennt die CDU eine „dringend gebotene Orientierungshilfe für Hilfen in der Krise“. Fraktionsvorsitzender Rolf Tups sagt: „Die Energiemangellage mit ihren enormen Preissprüngen bringt zahlreiche Düsseldorfer Haushalte in finanzielle Schwierigkeiten. Viele Menschen hier  sorgen sich wegen ihrer Heiz- und Stromkosten. Schon heute verlangen Energieversorger und Vermieter hohe Abschläge. Und spätestens im nächsten Jahr drohen mit den Nebenkostenabrechnungen erhebliche Nachzahlungen.“ Besonders stark belastet seien Menschen mit geringem Einkommen.

Doch auch Menschen in der Mitte der Gesellschaft seien unsicher, wie sie finanziell über die Runden kommen sollen. Ratsherr Andreas-Paul Stieber, Vorsitzender im Sozialausschuss, betont: „Unsere Initiative für ein städtisches Online-Portal ist Ausdruck unserer Solidarität und sozialen Verantwortung. Wir wollen, dass in dieser Energiekostenkrise die Menschen in Düsseldorf bestmöglich beraten, unterstützt und entlastet werden.“

Vor der konkreten Hilfe stehe die Information über die Hilfe. Das schließe die Klärung ein, ob wegen der gestiegenen Energiekosten sogar erstmals ein individueller Anspruch auf Geld vom Staat besteht. Es gehe darum, ob Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner, die bisher noch keine Sozialleistungen beziehen, eine finanzielle Unterstützung erhalten. Stieber: „Diese Menschen haben bislang keinen Kontakt zu Behörden, Sozialleistungsträgern oder sonstigen Stellen. Aus diesem Grund müssen die Informationen auf dem Portal adressatengerecht zugeschnitten sein und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen genau in den Blick nehmen.“