Bereits vor der Geburt können präleukämische Zellen entstehen – eine Art Vorstufe der Leukämie. Diese Zellen werden vom Immunsystem nicht erkannt und verbleiben über Jahre im Körper – bis sekundäre genetische Veränderungen zum Ausbruch des Blutkrebses führen. Das Zeitfenster bis dahin bietet wertvolle Chancen für präventive Maßnahmen und gezielte Frühintervention. Noch fehlen aber Technologien und damit Möglichkeiten für eine im klinischen Alltag anwendbare, risikoadaptierte Früherkennung. Das internationale Forschungsnetzwerk EDI-4-ALL unter Düsseldorfer Leitung arbeitet daran, hier Fortschritte zu erzielen.
Schon jetzt gibt es aber wertvolle Erkenntnisse darüber, wie sich das Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken, reduzieren lässt – zum Beispiel über das Stillen oder über Infektionen im frühen Kindesalter, die das Immunsystem stärken.
Im Rahmen des Patientenkongresses „Krebs im Kindesalter: Schutz, Behandlung, Nachsorge“ möchte die Klinik am 20. Mai werdende Eltern, betroffene Familien und ein interessiertes Fachpublikum verständlich und praxisnah über aktuelle Forschungsergebnisse in Kenntnis setzen. Im Fokus stehen dabei frühzeitige Präventionsmöglichkeiten, die schon vor der Geburt ansetzen, die Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Krebs im Kindesalter. Ort der Veranstaltung ist das Haus der Universität am Schadowplatz. Kinder können mitgebracht werden, es wird vor Ort eine Kinderbetreuung geben.