Eine wesentliche Ursache für das verschlechterte Ergebnis sind demnach insbesondere niedrigere Erträge bei der Gewerbesteuer in Höhe von 137,2 Millionen Euro. „Es zeigt sich, dass die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die Krisen dieser Welt auch an Düsseldorf nicht spurlos vorbeigehen“, so Stadtkämmerin Dorothée Schneider. Das Defizit von 2025 könne zwar durch die Ausgleichsrücklage gedeckt werden, „aber der Aufwandsdeckungsgrad muss sich deutlich in den nächsten Jahren verbessern, um wieder einen strukturell ausgeglichenen Haushalt zu erzielen.“
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage habe es 2025 auch positive Entwicklungen gegeben. So stieg die Einwohnerzahl der Stadt; und um Düsseldorf weiterhin als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort zu erhalten und weiterzuentwickeln, wurde in die Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen Schule und Verkehr, aber auch in den Bereichen Kinder und Jugend und Bevölkerungsschutz investiert.
Beim Schulbau seien 175,1 Millionen Euro investiert worden. Beispielhaft seien hier das Luisengymnasium in Bilk und die Joseph-Beuys-Gesamtschule in Oberbilk. Die größte Baumaßnahme ist laut Schneider nach wie vor der Bau der U 81. Mit der Anbindung an das Flughafen-Terminal will man in naher Zukunft „einen Meilenstein für Düsseldorf“ erreichen. Aber auch Investitionen im Bereich der Kindertagesstätten und der Neubau der Feuerwache und des Betriebshofs in Wersten wären wichtige Bauprojekte.
Zur Finanzierung der Investitionsprojekte müssten aber überwiegend Kredite aufgenommen werden. Dementsprechend betragen die entsprechenden Verbindlichkeiten zum Abschluss 2025 rund 1 Milliarde Euro und werden nach derzeitiger Planung in den nächsten Jahren weiterhin steigen. „Steigende Kredite führen am Ende auch zu steigenden Zinsbelastungen. Es muss daher auch das Ziel sein, mit Hilfe zukünftiger Überschüsse im Cash Flow die Schulden Düsseldorfs wieder Schritt für Schritt zurückzuführen. Dies wird ein finanzieller Marathon“, so die Stadtkämmerin.