„2025 bestätigt erneut den klaren Aufwärtstrend bei Anzahl und Umsatz der Transaktionen auf dem Immobilienmarkt“, erläutert Thomas Weindel, Vorsitzender des Gutachterausschusses. „Gleichzeitig zeigt sich bei der Preisentwicklung ein differenziertes Lagebild: Stabilen Bodenpreisen stehen moderat rückläufige Werte bei frei stehenden Einfamilienhäusern gegenüber. Renditeobjekte erweisen sich als besonders robust, während Eigentumswohnungen je nach Baujahresklasse unterschiedliche Entwicklungen aufweisen.“
Demnach verzeichnete der Gesamtmarkt 2025 erneut positive Impulse: Der Umsatz belief sich auf rund 3,9 Milliarden Euro und lag damit etwa 15 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch die Anzahl der Kaufverträge stieg um rund 15 Prozent auf knapp 4.700 Abschlüsse. Bereits im Vorjahr waren steigende Transaktionsvolumina und Umsätze zu beobachten, was auf eine anhaltend robuste Marktaktivität hindeute.
Unbebaute Grundstücke
Der Markt für unbebaute Grundstücke zeigte sich stabil. In allen Segmenten blieben die Preise weitgehend unverändert. Die aktuellen Bodenrichtwerte mit Stichtag 1. Januar sind kostenfrei unter www.boris.nrw.de abrufbar.
Bebaute Grundstücke
Bei frei stehenden Einfamilienhäusern setzte sich der Preisrückgang fort. Die Preise sanken im Jahr 2025 um 1,4 Prozent. „Ursächlich für die rückläufige Entwicklung sind wohl vor allem steigende Finanzierungskosten, eine restriktivere Kreditvergabe sowie weiterhin hohe Bau- und Materialkosten. Viele Kaufinteressierte agieren derzeit vorsichtiger, während Verkäufer ihre Preisvorstellungen zunehmend an die veränderte Marktlage anpassen müssen“, sagt Weindel. Reihenhäuser verzeichneten demnach hingegen einen moderaten Preisanstieg von 0,8 Prozent, was unter anderem auf ihre vergleichsweise bessere Erschwinglichkeit zurückzuführen sei.
Eigentumswohnungen
Die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen zeigt ein differenziertes Bild. Der Preisrückgang bei Wohnungen in Vorkriegsbauten verstärkte sich auf minus 2,3 Prozent. Bei Eigentumswohnungen in Nachkriegsbauten entspannte sich die Situation dagegen leicht; dort wurde ein Preisplus von 1,1 Prozent verzeichnet. Neubauwohnungen blieben preislich stabil. Insgesamt wirken gestiegene Baukosten und das weiterhin hohe Preisniveau derzeit preisstabilisierend.