Das wurde bei der jüngsten Vollversammlung des Gremiums beschossen. Darüber hinaus wurde ein neuer Vorstand beauftragt, sich aktiv an der Gründung eines Bündnisses für BürgerInnenbeteiligung zum Neubau der Oper zu beteiligen, damit Düsseldorfer bei der Entscheidung über einen möglichen Neubau des Musikhauses mitbestimmen können – gemeinsam mit anderen Organisationen und Gruppen.
Als Hintergrund sieht der Jugendring die langfristigen finanziellen Auswirkungen des Vorhabens: Für den Opernneubau seien derzeit 1 Milliarde Euro veranschlagt, hinzu kommen geplante Zinskosten von rund 800 Millionen Euro sowie weitere, bislang nicht bezifferte Betriebskosten (Kostenstand Ende 2025). Angesichts von Haushaltsrisiken, wirtschaftlichen Herausforderungen und Sparmaßnahmen spricht sich der Jugendring dafür aus, wesentliche Entscheidungen über die Stadtentwicklung direkt unter Beteiligung der Bürgerschaft zu treffen. Zudem solle kritisch geprüft werden, inwiefern ein Opernneubau jungen Menschen in Düsseldorf tatsächlich zugutekommt.
Zu Gast bei der Vollversammlung war außerdem Pina Nell, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Sie unterstrich die Bedeutung von Demokratiebildung, würdigte das Engagement der jungen Ehrenamtlichen und betonte ihre Vorfreude auf eine gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.
In der Vollversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Victor Wunderlich (Ring deutscher Pfadfinder) übernimmt den ersten Vorsitz. Ronja Munko (PULS) wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, neu im Leitungsgremium ist Emily Esser (ejd). Andreas Kremer hatte sich aus privaten Gründen entschlossen, nicht erneut als Vorsitzender zu kandidieren. Er bleibt aber dem Vorstand erhalten und wurde als Vorstandsmitglied bestätigt. Weiterhin Teil des Vorstands bleibt Nico Kranz (Haus Spilles).