Denn für Düsseldorf erwirkte der Verein Düsseldorfer Aufklärungsdienst, „DA!“, der nach eigenen Angaben die Interessen des säkularen Teils der Stadtgesellschaft vertritt, eine Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidenten. Der Film darf nun am Karfreitag, 3. April, 14 Uhr, bei freiem Eintritt im Metropol-Kino, Brunnenstraße, gezeigt werden. Die Vereinsvorsitzende Ricarda Hinz hatte ihren Antrag so begründet: „Zweck des Feiertagsgesetzes darf aus Sicht eines weltanschaulich neutralen Staates lediglich sein, Menschen christlichen Glaubens von möglichen Störungen freizuhalten. Es ist aber keine Störung der Religionsausübung von Christen, wenn irgendwo Filme aufgeführt werden, die keinen zu dem Feiertag passenden Inhalt haben.“ Umgekehrt würden diejenigen in ihrer Freiheit eingeschränkt, die am Karfreitag keine Religion ausüben, etwa in ihren Grundrechten aus Artikel 4 (negative Religionsfreiheit) und Artikel 2 Grundgesetz (allgemeine Handlungsfreiheit).
„Im Januar hatten wir die Bezirksregierung um eine Ausnahmegenehmigung vom NRW-Feiertagsgesetz gebeten“, erzählt Ricarda Hinz. „Wir wurden wochenlang hingehalten und erhielten auf mehrfache Nachfrage dann endlich am 11. Februar die lakonische Antwort: ‚Ihr Anliegen wird derzeit geprüft und befindet sich in Bearbeitung‘.“ Das zog sich. Am 2. März brachte „DA!“ daher eine anwaltlich unterstützte „Untätigkeitsklage“ ins Spiel und setzte eine Frist. Das wiederum zog: Am 9. März sei der positive Entscheid gekommen. „Wir haben die Ausnahmegenehmigung und können nun amtlich straffrei am Karfreitag lachen“, so Hinz.
Die Einzelfallprüfung des Antrags habe ergeben, dass die Filmvorführung als Ausübung der Weltanschauungsfreiheit des Antragstellers zu beurteilen sei. Dass der Aufklärungsdienst den Film ausgerechnet am Karfreitag öffentlich aufführt, will Hinz nicht als Provokation gläubiger Christen verstanden wissen, sondern als Zeichen an die Politik zur Anerkennung der Tatsache, dass die Mehrheit der Stadtbevölkerung längst keiner christlichen Kirche mehr angehört. In Düsseldorf gebe es nur noch 22 Prozent katholische und 12 Prozent evangelische Kirchenmitglieder.
Das Leben des Brian ist eine Komödie der britischen Komikergruppe Monty Python aus dem Jahr 1979. Der naive und unauffällige Brian, zur selben Zeit wie Jesus geboren, wird durch Missverständnisse gegen seinen Willen als Messias verehrt. Weil er sich gegen die römischen Besatzer engagiert, findet er schließlich in einer Massenkreuzigung sein Ende. Dazu erklingt das zum Gemeingut gewordene Lied „Always Look on the Bright Side of Life“.