Zu sehen sind zudem weltberühmte Klassiker mit Szenen, die Filmgeschichte schrieben: Monroes legendärer Auftritt über dem U-Bahn-Schacht in „Das verflixte 7. Jahr“, ihre ikonische Musicalnummer „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ aus „Blondinen bevorzugt“ oder ihre Rolle als Sugar Kane in Billy Wilders Meisterwerk „Manche mögen’s heiß“.
Kaum eine Schauspielerin verkörpert den Begriff „Ikone“ so sehr wie Marilyn Monroe. Selbst wer nie einen ihrer Filme gesehen hat, kennt ihr Bild: platinblonder Bob, Schönheitsfleck, unverwechselbare Ausstrahlung. Sie gilt als Sexsymbol, ist seit Andy Warhols berühmtem Marilyn Diptych fest in der Popkultur verankert und beeinflusst bis heute Generationen von Künstlern, Künstlerinnen und Stars. Doch Marilyn Monroe war weit mehr als eine Projektionsfläche: Sie war eine außergewöhnliche Schauspielerin, eine disziplinierte Perfektionistin und eine kluge Geschäftsfrau.
Die Filmreihe rückt Marilyn Monroe als Schauspielerin und Produzentin in den Mittelpunkt und präsentiert Filme, die für ihren Aufstieg und ihr künstlerisches Selbstverständnis wegweisend waren – vom Durchbruch im Thriller „Niagara“ über den einzigen Western „River of No Return“ bis zu ihrem letzten vollendeten Film „The Misfits“ nach einem Drehbuch ihres dritten Ehemanns Arthur Miller. Zu sehen sind zudem weltberühmte Klassiker mit Szenen, die Filmgeschichte schrieben.
Ein besonderes Augenmerk gilt auch Marilyn Monroe als selbstbestimmte Künstlerin: Nachdem sie unzufrieden mit Rollenangeboten und Gagen war, handelte sie 1955 einen neuen Vertrag mit Twentieth Century-Fox aus – inklusive Gewinnbeteiligung und Mitspracherecht. Gleichzeitig gründete sie gemeinsam mit Fotograf Milton Greene eine eigene Produktionsfirma. Technikgeschichtlich bietet die Reihe ebenfalls ein Highlight: Mit „Wie heiratet man einen Millionär“ zeigt das Filmmuseum den ersten Kinofilm, der im damals neuen CinemaScope-Verfahren gedreht wurde.
Parallel zur Filmreihe widmet sich das Filmmuseum in einer Studioausstellung auf der 4. Etage der Entstehung des Stars Marilyn Monroe und der nachhaltigen Wirkung ihrer Persona bis in die Gegenwart. Anhand eines eigenen Sammlungsbestandes zur Filmikone sowie zeitgeschichtlicher Hintergründe wird untersucht, wie sich das Bild Marilyn Monroes entwickelte – und warum es bis heute weltweit präsent geblieben ist.