Auf Anregung des Gesandten Rafal Sobczak hin, dem Direktor des hiesigen Polnischen Instituts, gastieren die Düsseldorfer Marionetten im Rahmen des 34. Mozart-Festivals der Warschauer Kammeroper am Wochenende 23./ 24. Mai in der Hauptstadt Polens. Dort zeigen die Puppenspieler Anton Bachleitner und Anna Zamolska eine einstündige Kurzfassung der „Entführung aus dem Serail“ von W. A. Mozart.
Die Inszenierung des Singspiels für zwei Marionettenspieler ist in der Corona-Zeit 2020 entstanden und gastierte beim damaligen Heimatsommer auf der Galopp-Rennbahn von Düsseldorf und im Museum für Puppentheater-Kultur in Bad Kreuznach als Auftakt des jährlichen Marionetten-Festivals.
Damit sind die Düsseldorfer Marionetten bereits zum zweiten Mal in Warschau: 1990 gastierte das Theater mit der „Zauberflöte“ im staatlichen Puppentheater „Teatr Lalka“, das in Warschaus Wahrzeichen, dem Kulturpalast, beheimatet ist.
Auch in Düsseldorf ist Mozarts komisches Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ aktuell im Marionetten-Theater zu erleben. Hier kommt die aufwändige, zweistündige Version der Inszenierung zur Aufführung, die 1999 in Schloss Benrath Premiere feierte:
In einem großen, märchenhaft-orientalisch gestalteten Bühnenbild agiert das fünfköpfige Puppenspieler-Ensemble mit kurzgeschnürten Marionetten, die Gartenszenen werden mit floralen Projektionen ergänzt. Ein bühnenfüllendes Schattenspiel illustriert die Ouvertüre und erzählt die Vorgeschichte. - in Opernerlebnis für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren.
Theaterleiter Anton Bachleitner genießt es besonders, den misstrauischen Palastaufseher Osmin zu spielen, der bei seinem Toben in „Erst geköpft, dann gehangen“ einen enormen körperlichen Einsatz fordert. „Mit Mozarts Musik wird das Marionettenspiel jeden Abend für mich als Puppenspieler zu einer Art Meditation.“