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Kooperation im Kampf gegen Häusliche Gewalt besiegelt : Im Durchschnitt 400

Die neue Düsseldorfer Polizeipräsidentin Miriam Brauns hat in dieser Woche „mit uns ein klares Zeichen im Kampf gegen Häusliche Gewalt gesetzt.“ Das sagen Luzia Kleene und Eva Inderfurth in ihrer Eigenschaft als Bereichs-Verantwortliche innerhalb der Frauenberatungsstelle der Stadt.

Neben den beiden Frauen waren die Opferschutzbeauftragte, Kriminalhauptkommissarin Anja Brückmann, die Vorständin der frauenberatungsstelle düsseldorf e.V., Almut Lomer, sowie Mitarbeiterin Sophie Lessing bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung zugegen.

Rückblick: Vor über 20 Jahren wurde ein Meilenstein zur Bekämpfung Häuslicher Gewalt auf den Weg gebracht und neben dem Motto „Wer schlägt der geht“ wurden weitere pro-aktive Hilfen für Opfer dieser Übergriffe gesetzlich festgelegt. Seit der Einführung des Gewaltschutzgesetzes und des § 34a Polizeigesetz NRW kann die Polizei bei Einsätzen in diesem Deliktbereich GewalttäterInnen für bis zu zehn Tagen der Wohnung verweisen und ein Rückkehrverbot anordnen. In Düsseldorf vermittelt die Polizei die Betroffenen seither an die frauenberatungsstelle - seit 2012 an die Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt der Hilfseinrichtung. Von zu Beginn 69 Meldungen pro Jahr sind es mittlerweile durchschnittlich 400 Meldungen, die die Polizei pro-aktiv vermittelt. Die Betroffenen erhalten (auch an Wochenenden und Feiertagen) binnen 24 Stunden Beratung und Unterstützung.

„Die nun gelungene Unterzeichnung der wegweisenden Kooperationsvereinbarung zwischen der Düsseldorfer Polizei und der Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen polizeilicher Gefahrenabwehr und der psychosozialen Unterstützung von Opfern in diesem Bereich“, so Almut Lohmer. Man habe sich sehr darüber gefreut, dass die Unterzeichnung nicht nur in der ersten Amtswoche von Miriam Brauns als Düsseldorfer Polizeipräsidentin stattfand, sondern zugleich auch im Rahmen des Aktionszeitraums ‚16 Tage gegen Gewalt an Frauen‘. Die Zeit vom 25. November bis 10. Dezember wird weltweit genutzt, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen und Häusliche Gewalt aufmerksam zu machen.