Düsseldorfer Polizeipuppenbühne in Heerdt: „Abenteuer Schrottplatz“

Düsseldorfer Polizeipuppenbühne : Die Ampelindianer ermitteln wieder

"Abenteuer Schrottplatz" - so heißt das neue Stück der Düsseldorfer Polizeipuppenbühne, das noch bis März in der Heinrich-Heine-Grundschule in Heerdt aufgeführt wird.

Ausnahmezustand in Heerdt: Das gemeine Müllmonster Kölle hat es auf das einzigartige gelbe Licht einer Düsseldorfer Fußgängerampel abgesehen. Bewaffnet mit einem Schraubenzieher schleicht er sich an die hilflose Lichtzeichenanlage und demontiert das Lämpchen. Doch dabei ist ihm ein Fehler unterlaufen: Er tat es nicht heimlich genug. Rund 130 Kinder der Heinrich-Heine Grundschule und Kita-Kinder aus der Umgebung haben ihn dabei beobachtet und das fiese Verbrechen sofort der Polizei gemeldet. Und nicht nur das. Gemeinsam mit den Polizistinnen Sonja Martin, Norma Fleiß und Janett Louis und der Handpuppe Schraubi schnappen sie den Entführer und bringen der Ampel ihr gelbes Licht zurück.

Mit ihrem neuen Stück "Abenteuer Schrottplatz" nimmt die Puppenbühne der Polizei die Kinder mit auf eine 45-minütige Abenteuerreise, bei der die Kleinen spielerisch und nebenbei ihr Wissen über das Verhalten im Straßenverkehr unter Beweis stellen und auch viel Neues lernen können. Am Beispiel von Schraubi bekommen die Kinder beigebracht, wie eine Straße sicher überquert wird. Und obwohl die Erstklässer und Vorschüler dem Püppchen mit dem Merksatz "Am Bordstein, da ist halt, damit es da nicht knallt" rufend über die Straße helfen, läuft Schraubi direkt vor die Motorhaube eines heranfahrenden Autos. "Oh, nein!", kreischen die Kleinen so laut, dass sich selbst die im Publikum anwesenden Lehrerinnen die Ohren zu halten. Zum Glück hat sich Schraubi bei dem Unfall nicht verletzt. Damit ihm ein solcher Fehler nicht noch einmal passiert, erklärt Polizeioberkommissarin Sonja Martin wie das mit dem Gang über eine Straße richtig funktioniert: "Erst nach links und dann nach rechts schauen. Zweimal. Schließlich die Straße sicher überqueren. Aber: Nicht rennen und nicht pennen."

Nachdem Schraubi nun im Bilde ist, muss es schnell weiter gehen. Denn das Müllmonster Kölle hält das gelbe Ampellicht ja immer noch auf seinem Schrottplatz versteckt. Gemeinsam mit den Kindern und der Polizei heckt Schraubi einen Planen aus, mit dem sie den Entführer überlisten, verhaften und das Ampellicht so aus seinen Fängen befreien. Klappe zu, großer Jubel und zur Belohnung werden alle Kinder in den Club der Ampelindianer aufgenommen.

Bis März werden rund 6000 Grundschüler und Vorschulkinder insgesamt 55 Vorführen des Stücks besuchen. Die Handpuppen, das Bühnenbild und die Geschichte haben Sonja Martin, Norma Fleiß und Janett Louis selbst gebastelt und geschrieben.

Die Polizeipuppenbühne gibt es seit 1953. Der bekannteste Blaulicht-Puppenspieler war Verkehrspolizist und Beuys-Schüler Anatol Herzfeld.

(Milka Vidovic, mivi, mv)
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