1. Düsseldorf

Autokorso: Jubel auf Rädern

Autokorso: Jubel auf Rädern

Auch im Ausnahmezustand während der Fußball-Weltmeisterschaft müssen sich Autofahrer an die Regeln halten.

Ein Autokorso der Fans nach einem Sieg der deutschen Mannschaft ist inzwischen zum typischen Erscheinungsbild auf den Straßen geworden. Doch damit Bußgelder, Punkte und Fahrverbote nicht die Feierlaune verderben, sind einige Regeln einzuhalten. Die Straßenverkehrsordnung gilt während der Weltmeisterschaft natürlich weiterhin uneingeschränkt. Das heißt auch, dass sich alle Mitfahrer anschnallen müssen und dass der Fahrer nüchtern bleiben muss. Extremes Hupen gilt rein rechtlich als Straftat. Man sollte vor allem darauf achten, dass man keine anderen Verkehrsteilnehmer oder Anwohner stört oder gefährdet. Über rote Ampeln fahren ist tabu, und auch aus dem Fenster lehnen sollten sich Fans nicht.

Eines darf beim Autokorso natürlich nicht fehlen: Fähnchen am Fenster, "Fanflosse" auf dem Dach oder eine große Fahne über der Motorhaube — hier sind der Vielfalt keine Grenzen gesetzt — zumindest beinahe. Der Autoschmuck darf zum Beispiel nicht das Kennzeichen verdecken oder dem Fahrer die Sicht nehmen. Außerdem raten Experten dringend dazu, die Fahnen vor der Autobahnfahrt zu entfernen, weil das Material für derartige Belastungen nicht ausgelegt ist. Das bunte Tuch auf der Motorhaube sollte entweder gut befestigt oder am besten für längere Fahrten ganz entfernt werden.

Probleme gibt es dann, wenn etwaige Unfälle ihre Ursache in einer mangelhaften Befestigung haben. Das Anbringen des Plastikhalters der Fahne im Fensterspalt erhöht zudem das Risiko eines Einbruchs, denn Autoknacker haben leichteres Spiel. Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Autoversicherungen bei einem Einbruch durch das beflaggte Autofenster den Schaden nicht regulieren.

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)