ADFC will Radweg-Hindernisse schnell beseitigen „Geballte Aktion“

Der ADFC Düsseldorf fordert, 2023 die gröbsten Mängel auf Radwegen zu beseitigen, dafür Mittel im Düsseldorfer Haushalt einzuplanen und zusätzliches Personal zur Umsetzung bereitzustellen.

 Gefahren durch Hindernisse, die in den Radweg hineinragen: Rather Broich am 25. Oktober.

Gefahren durch Hindernisse, die in den Radweg hineinragen: Rather Broich am 25. Oktober.

Foto: ADFC Düsseldorf

Kaum sichtbare Poller und Schilderpfosten auf Radwegen, gefährliche Schlaglöcher, Buckelpisten durch Wurzeln oder hochstehende Pflastersteine und verblichene Schutzmarkierungen seien nicht nur tägliches Ärgernis für Radfahrende, sondern handfeste Sturzquellen. Es gäbe zu viele Gefahrenstellen für den Radverkehr in Düsseldorf - erst recht in der dunklen Jahreszeit. „Auch die Stadt will Unfälle verhindern und Radfahren in Düsseldorf sicherer machen. Bis alle Radwege gründlich verbessert werden, kann es aber noch Jahre dauern“, erläutert Matthias Arkenstette, für den ADFC Düsseldorf beratendes Mitglied im Verkehrsausschuss. Der Verein bringt daher eine „geballte Aktion“ zur Beseitigung der größten Gefahrenstellen auf Radwegen ins Spiel - unter Mithilfe der RadlerInnen und mit Bereitstellung der nötigen Mittel. 

Konkret schlägt der ADFC vor:

 - Die Stadt lädt Radfahrende in einer öffentlichen Aktion ein, größere Problemstellen über www.duesseldorf.de zu melden („Zustand der Radwege“);

 - Ein Projektteam priorisiert für jeden Stadtbezirk die Meldungen aus der Bürgerschaft, Problemstellen werden von einem Arbeitsteam stadtbezirksweise in kurzer Zeit beseitigt.

 - Die Verwaltung berichtet regelmäßig über die Umsetzung. Eine digitale Karte würde das transparente Management solcher Prozesse sehr erleichtern.

Andere Städte gingen mit gutem Beispiel voran: „Freiburg hat letzten Herbst eine Online-Aktion gestartet, bei der Radfahrende über 250 Stellen mit störenden Baumwurzeln gemeldet haben“, so Arkenstette. „Ein neues Team im dortigen Amt hat die Meldungen geprüft und die schlimmsten Stellen umgehend behoben, und zwar stadtteilweise.“ Freiburg habe dafür ein erstes Auftragsvolumen-Paket von rund 400.000 Euro abgearbeitet...

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