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6 Tipps zu einer besseren Immobilienfinanzierung

6 Tipps zu einer besseren Immobilienfinanzierung

Für viele Menschen in Deutschland ist der Traum von den eigenen Vier-Wänden sehr stark. Durch die steigenden Preise auf dem Immobilienmarkt braucht es jedoch eine gute Planung und den ein oder anderen Trick, um die Traumimmobilie bald sein eigen nennen zu können.

Ob auf dem Land oder in der Stadt – der Wohnraum in Deutschland ist hart umkämpft. Unterschiedliche Interessen und knapper Wohnraum treiben die Preise gerade im urbanen Raum weiter in die Höhe. Wer seine Träume mit einem Eigenheim umsetzen möchte, muss smart agieren.

Tipp 1: Klarer Blick auf die Finanzen

Wer sich eine Immobilie kaufen möchte, sollte einen klaren Überblick über die eigenen Finanzen haben. Auch bei einem Gespräch mit der Bank ist es immer gut, den eigenen Rahmen bereits im Detail vorstellen zu können. Zu einem solchen Überblick gehören:

  • Besonders viel Freude macht ein Eigenheim,
    Immobilienkauf : Immobilienkredit – 5 Tipps zur soliden Finanzierung
  • Die Preise für Immobilien und Eigentumswohnungen
    Eigenheim : Der Traum von den eigenen vier Wänden – trotz niedriger Zinsen aktuell oft utopisch
  • Wohnen : Wie man mit Kissen jeden Raum wohnlicher macht
  • Eigenkapital
  • Einkommen
  • Lebenshaltungskosten
  • Kredite
  • aktuelle Nebenkosten

Eigenkapital

Eine Finanzierung ohne Eigenkapital ist dann möglich, wenn das sichere Einkommen entsprechend hoch ist. Generell ist es aber hilfreich, wenn zumindest die Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf durch das Eigenkapital gedeckt sind. Hinter dem Wort Erwerbsnebenkosten verstecken sich:

  • Grunderwerbssteuer
  • Notarkosten
  • Kosten für den Grundbucheintrag
  • gegebenenfalls Maklerkosten

Je nach Region unterscheidet sich die Höhe der Preise. Wer mit 15 Prozent zusätzlichen Kosten rechnet, wird in der Regel nicht überrascht.

Einkommen

Für eine Bank ist es wichtig, dass das Einkommen stabil ist und damit eine Sicherheit bietet. Schwankendes Einkommen, wechselhafte Beschäftigungen – all das wirkt wie ein Risiko und nicht wie eine Sicherheit.

Lebenshaltungskosten

Diese müssen in einem gesunden Verhältnis zum Einkommen stehen und unterscheiden sich je nach Region. Für den eigenen Überblick kann es sinnvoll sein, mit einem Haushaltsbuch die eigenen Ausgaben im Monat im Blick zu behalten. Hier werden akribisch die Ausgaben aufgeführt. Wer das über mehrere Monate durchführt, entdeckt rasch hohe Ausgaben, die sonst im Alltag übersehen werden. Beispielsweise der regelmäßige Gang zum Bäcker oder zum Restaurant in der Mittagspause sowie Abonnements, die nicht mehr gebraucht werden. Wer Kaufverhalten optimiert, kann sich schnell ein kleines Polster zurücklegen.

Kredite

 Ein guter Überblick und Kenntnisse über Optionen wie Zwischenfinanzierungen und Förderungen helfen mit kühlem Kopf clever zu agieren.
Ein guter Überblick und Kenntnisse über Optionen wie Zwischenfinanzierungen und Förderungen helfen mit kühlem Kopf clever zu agieren. Foto: Pixabay/Firmbee

Heute sind sogenannte Konsumkredite für viele Menschen selbstverständlich geworden. Sie kaufen ein, bezahlen später oder ratenweise. Das gilt nicht mehr nur für Anschaffungen wie ein Auto, sondern für den Kauf von Anziehsachen oder anderen Konsumgütern des täglichen Bedarfs. Daher ist es wichtig, vor einer Kreditanfrage zu schauen, wie es um den eigenen SCHUFA-Eintrag steht. Jeder Mensch darf einmal im Jahr seinen SCHUFA-Eintrag kostenlos kontrollieren. Das dient dazu, alte Daten zu löschen. Denn sobald eine Angelegenheit erledigt ist, muss die SCHUFA den Eintrag löschen. Das geschieht jedoch nicht immer automatisch und kann die Bonität negativ beeinflussen.

Aktuelle Nebenkosten

Beim Wohnen in der eigenen Immobilie hat jeder Besitzer noch neben der Finanzierung die alltäglichen Nebenkosten zu stemmen. Wer aus einer 50-Quadratmeter-großen Wohnung in ein 120-Quadratmeter-großes freistehendes Haus zieht, muss sich hier auch bei einem gut sanierten Zustand der größeren Immobilie auf höhere Nebenkosten einstellen. Zu den Kosten für Strom und Heizung kommen als Immobilienbesitzer Kosten für notwendige Versicherungen sowie die Grundsteuer hinzu.

Tipp 2: Ruhig bleiben und Möglichkeiten wie Zwischenfinanzierung klären

Wer professionell mit Immobilien zu tun hat, weiß, dass es zu Verzögerungen kommt und sich nicht alles berechnen lässt. Für die meisten privaten Immobilienkäufer ist es schwer, die Ruhe zu bewahren, wenn die Kosten steigen oder Termine nicht gehalten werden. Um die anstrengende und aufregende Zeit zu überstehen, ist es wichtig, unterschiedliche Optionen vor Augen zu haben. So schenkt die Möglichkeit einer Zwischenfinanzierung dem Kreditnehmer weiteren Spielraum. Sie ist dann sinnvoll, wenn innerhalb einer kurzen Zeit Eigenkapital vorhanden sein wird, aber das Kapital wegen des Kaufs jetzt notwendig ist. Das kann beim parallelen Verkauf einer Bestandsimmobilie so sein oder beim baldigen Auflösen eines Sparvertrags. Ein Zwischenkredit ist gewöhnlich ein endfälliges Darlehen. Das bedeutet, dass der Kreditnehmer es am Ende der Laufzeit vollständig ablöst und während der Laufzeit ausschließlich die Zinsen tilgt.

Tipp 3: Parallel ansparen

Wer eine Immobilie kauft, kauft sich nicht nur ein Zuhause, sondern auch ein lebenslanges Projekt. Es ist wichtig, diese Sichtweise von Anfang an zu haben und sich langfristig mit dem Erhalt der Immobilie auseinanderzusetzen. Denn um den Wert der Immobilie zu erhalten, sind mit den Jahren immer wieder kleinere oder größere Reparaturen notwendig. Aus dem Grund ist es sinnvoll, parallel zum Tilgen des Kredits für größere Reparaturen anzusparen. Verbessern sich die Einkommensverhältnisse während einer laufenden Finanzierung, kann das parallele Ansparen auch genutzt werden, um bei der Anschlussfinanzierung bessere Konditionen auszuhandeln.

Tipp 4: Staatliche Zuschüsse nutzen

In vielen Fällen gibt es bei einer Immobilienfinanzierung Möglichkeiten, eine Förderung durch den Staat zu erhalten. Familien erhalten teilweise besondere Darlehen. Indirekte Förderungen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Zugleich sollten bei Modernisierungsmaßnahmen oder dem Bau einer Immobilie mit energiesparenden Maßnahmen die regionalen Programme betrachtet werden. Denn auch hier gibt es Zuschüsse, die dem Immobilienbesitzer in spe helfen, seine Vorhaben umzusetzen.

Tipp 5: Zinsbindung

Solange das Zinsniveau niedrig ist, sollte die Zinsbindung mindestens 15 Jahre betragen. Denn so werden die günstigen Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum gesichert. Der Paragraf 489 im BGB bietet allen Kreditnehmern zusätzliche Sicherheit. Dieser besagt, dass ein Kreditvertrag mit einer langen Zinsbindung 10,5 Jahre nach der Vollauszahlung vollständig oder zumindest in Teilen kündbar ist. Verbraucher bietet dieser Paragraf damit die Möglichkeit beim Abschluss die lange Sicherheit zu wählen, um dann jedoch am Ende die Entwicklung zu beobachten und reagieren zu können. Sollten sich das Zinsniveau erneut verbessert haben, lässt es sich mithilfe des Paragrafen für sich nutzen.

Tipp 6: Recht auf Sondertilgungen nutzen

Kredite für eine Hausfinanzierung laufen über einen langen Zeitraum. In dieser Zeit kann es zu Veränderungen im Leben kommen. Beispielsweise steigt das Einkommen oder eine Erbschaft verhilft zu anderen finanziellen Möglichkeiten. Da ist es sinnvoll, wenn es die Möglichkeit zur Sondertilgung gibt. Viele Banken bieten dieses Recht standardmäßig bis zu 5 Prozent der Kreditsumme an.

Optionen ruhig bewerten

Wenn das Traumhaus winkt, sind die meisten Menschen emotional so beteiligt, dass sie eine wichtige Entscheidung nicht mehr mit klarem Kopf fassen. Daher ist es wichtig, im Vorfeld den eigenen Rahmen zu klären und einige Kniffe bereitzulegen. So lässt sich das Traumhaus ohne böses Erwachen realisieren.