Die „boot“ 2022 fällt aus - Messe hofft auf Kostenausgleich Kein Risiko eingehen

Aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Virusvariante gelten in Deutschland seit dem 28. Dezember weitere Einschränkungen unter anderem bei Veranstaltungen. Demnach wurde in NRW die Durchführung von Großveranstaltungen mit Zuschauern im Januar untersagt. Dies betrifft auch die boot Düsseldorf.

 Die Boot-Messe in Düsseldorf, die ursprünglich vom 22. bis 30. Januar hätte stattfinden sollen, fällt erneut der Pandemie zum Opfer. Dafür gibt es Verständnis, aber es sind auch schon Millionen-Kosten angefallen.

Die Boot-Messe in Düsseldorf, die ursprünglich vom 22. bis 30. Januar hätte stattfinden sollen, fällt erneut der Pandemie zum Opfer. Dafür gibt es Verständnis, aber es sind auch schon Millionen-Kosten angefallen.

Foto: Messe Düsseldorf/C. Tillmann

Die überregionale Freizeitmesse darf wegen der beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung  nicht stattfinden. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erläutert: „Wir müssen weiter sehr vorsichtig sein. Die Omikron-Variante breitet sich aus in einer Dynamik, die wir noch nicht kennen. Nachdem bereits große Fußballspiele und Sportereignisse mit Zuschauerinnen und Zuschauern untersagt worden waren, ist es nur folgerichtig, dass im Januar auch keine großen Publikumsmessen mit Gästen aus verschiedenen Regionen und Ländern aus aller Welt stattfinden.”

Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller unterstützt die Entscheidung des Landes: „Natürlich haben wir gehofft, dass die Pandemielage im Januar die Durchführung der boot unter strengen Hygieneauflagen zulassen würde. Aber es ist letztlich nur konsequent, zur Eindämmung der Verbreitung der Omikron-Variante auch darauf zu verzichten.“ Keller sei sich bereits vor dem Verbot des Landes mit der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf einig gewesen, „kein unvertretbares Risiko einzugehen und die boot notfalls abzusagen.“

Von Messeseite herrscht ebenfalls, vollstes Verständnis für die Entscheidung der Politik. Messe-Vorstand Wolfram N. Diener: „Die Pandemie muss schnellst möglich überwunden werden, damit auch die Messewirtschaft wieder mit Planungssicherheit für Aussteller und Besucher arbeiten kann. Die Entscheidung der Landesregierung entspricht jedoch auch dem Wunsch vieler Aussteller, die in großer Sorge wegen einer Teilnahme an der boot während der Omikronwelle sind.“ Gleichwohl räumte Diener gegenüber der Rheinischen Post ein, dass für die boot bereits mehrere Millionen Euro an Kosten aufgelaufen seien. Die können jedoch über einen im Herbst 2021 eingerichteten Sonderfonds von Bund und Ländern  abgesichert werden - bei der Messe hofft man, zumindest in der Größenordnung von 80 Prozent. 

Die weiteren für das Frühjahr 2022 geplanten Messen in Düsseldorf sind von dieser Entscheidung nicht betroffen. Anders als bei der boot handelt es sich dabei um Fachmessen, an denen ausschließlich Personen aus beruflichen Gründen teilnehmen.

Die nächste boot Düsseldorf wird ihre Tore wieder vom 21. bis 29. Januar 2023 öffnen.

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